Opfer überlebte zwei Schüsse in den Hinterkopf: 36-Jähriger vor Gericht

Kiel - Wegen eines Mordversuchs mit Revolver und Baseballschläger muss sich ab Freitag ein 36-jähriger Mann vor dem Kieler Landgericht verantworten. 

Mitten in einem Wohngebiet wurde mindestens vier Mal geschossen. (Symbolbild)
Mitten in einem Wohngebiet wurde mindestens vier Mal geschossen. (Symbolbild)  © Magdalena Tröndle/dpa

Der Angeklagte und ein Mittäter lauerten demnach einem 33-Jährigen Ende März dieses Jahres vor dessen Wohnung in Eckernförde auf, um ihn umzubringen (TAG24 berichtete). 

Sie schlugen mit einem Baseballschläger auf Kopf und Oberkörper des Opfers ein und schossen vier Mal. Zwei Schüsse trafen den Mann in den Hinterkopf (TAG24 berichtete). Er wurde lebensgefährlich verletzt und lag nach Gerichtsangaben wochenlang im Krankenhaus.

Der 36-Jährige wurde noch in der Tatnacht im Großraum Lübeck festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Ein zweiter Mann kam wieder frei.

Hintergründe und Motiv der Tat liegen noch im Dunkeln. Weder die Staatsanwaltschaft noch der Gerichtssprecher machten dazu Angaben. 

Da der Angeklagte und das Opfer Armenier sind, spekulierten Medien, dass es sich bei der Tat um einen Racheakt unter osteuropäischen Banden handeln könne.

Das Gericht hat fünf Verhandlungstage festgesetzt. Das Urteil könnte Ende November verkündet werden. 

Der Angeklagte hält sich zum Prozess-Auftakt einen Briefumschlag vor das Gesicht.
Der Angeklagte hält sich zum Prozess-Auftakt einen Briefumschlag vor das Gesicht.  © Frank Molter/dpa

Update, 11.29 Uhr: Angeklagter schweigt zu Mittäter

Der Angeklagte hat am Freitag zwei Schläge mit einem Baseballschläger und Tritte gegen das Opfer eingeräumt. 

Sein bislang unbekannt gebliebener Mittäter habe geschossen, dabei habe er nur einen Schuss gehört, sagte der Mann vor dem Kieler Landgericht.

Die Anklage geht dagegen von mindestens vier Schüssen aus, zwei davon trafen demnach das Opfer im Hinterkopf. 

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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