Grausamer Knochen-Fund: Jahre nach schrecklichem Mord wird das Opfer entdeckt!

Hohentengen - Grausamer Fund in einem Waldgebiet bei Hohentengen-Bergöschingen (Kreis Sigmaringen)!

Jahrelang wurde nach dem Leichnam von Gino B. (†67) gesucht. Nun sind sterbliche Überreste identifiziert worden.
Jahrelang wurde nach dem Leichnam von Gino B. (†67) gesucht. Nun sind sterbliche Überreste identifiziert worden.  © Montage: Screenshot YouTube.de/SRF, Patrick Seeger/dpa

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag mitteilen, entdeckte dort ein Waldbesitzer Anfang März dieses Jahres mehrere Knochen.

Darunter auch drei von einem Menschen!

"Zwischenzeitlich konnten diese einem Kapitalverbrechen, das sich 2016 im Grenzgebiet zum Kanton Zürich/Schweiz zugetragen hat, zugeordnet werden", schreiben die Ermittler.

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Konkret geht es um den Fall des seit dem 22. April 2016 vermissten Gino B. (†67) aus der Schweizer Kleinstadt Eglisau (Kanton Zürich).

Der Brasilianer Luiz R. (36) gab später zu, den 67-Jährigen grausam umgebracht zu haben. Zwischen den ehemaligen Nachbarn war es laut Neuer Zürcher Zeitung am Abend des 22. April 2016 in Rafz (Bezirk Bülach) zunächst zu einem verbalen Streit gekommen. Der schlug jedoch in Gewalt um.

Luiz R. hatte sich offenbar von dem 67-Jährigen provoziert gefühlt. Laut Anklageschrift schlug der 36-Jährige sein Gegenüber mehrmals bewusstlos, schaffte den Mann per Auto weg.

Auf einem Feldweg bei Hohentengen soll er den Mann dann abgelegt und mehrmals mit dem Wagen überfahren haben.

Wo R. die Leiche später deponierte, blieb unklar. Er starb im Gefängnis, ohne dass die sterblichen Überreste von B. gefunden wurden.

DNA-Abgleich bringt Gewissheit: Knochen stammen von Gino B.

"Trotz zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung, intensiven Ermittlungen (...) und großangelegten Suchaktionen in den nördlichen Gemeinden des Bezirks Bülach und Rüdlingen (...) sowie auf deutschem Gebiet konnte der Vermisste bis im März 2021 nicht aufgefunden werden", schreibt die Kantonspolizei Zürich am Freitag auf ihrer Homepage.

Das hat sich nun geändert.

Laut Beamten konnten die nun bei Hohentengen gefundenen Knochen "im Rahmen der weiteren Ermittlungen sowie eines DNA-Abgleichs zweifelsfrei der gesuchten Person zugeordnet werden". Und: "Weitere Suchaktionen der Kantonspolizei Zürich in Zusammenarbeit mit der deutschen Polizei sind im Gange."

Den aufsehenerregenden Mordfall arbeitete das SRF vor Jahren in der Reportage "Ein Mord, zwei Witwen und keine Leiche" auf.

Titelfoto: Montage: Screenshot YouTube.de/SRF, Patrick Seeger/dpa

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