Heroin im Müsli? Mann soll Ehefrau umgebracht haben

Davison (Michigan/USA) - Der 47-jährige Jason Thomas Harris wurde vergangenen Mittwoch wegen des Mordes an seiner Ehefrau für schuldig gesprochen – sieben Jahre nach ihrem rätselhaften Tod.

Jason Thomas Harris (47) soll seiner Frau Ann-Thompson Harris (†36) Heroin ins Müsli gemischt haben. (Symbolbild)
Jason Thomas Harris (47) soll seiner Frau Ann-Thompson Harris (†36) Heroin ins Müsli gemischt haben. (Symbolbild)  © 123RF/Lanastock

Wie die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung berichtet, steht endlich fest: Jason hat seiner Frau Christina Ann-Thompson Harris (†36) das Leben genommen, indem er ihr eine tödliche Menge Heroin ins Müsli mischte. Nun droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

Doch erst einmal alles von Anfang:

Am 29. September 2014 rief Jason panisch bei einer Nachbarin an, um sie darum zu bitten vorbeizukommen und nach seiner Frau zu sehen. Er würde sich schreckliche Sorgen machen und wisse einfach nicht, was zu tun sei.

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Kaum betrat diese jedoch das Haus der Familie, lief es ihr eiskalt den Rücken hinunter. Christina lag regungslos auf ihrem Bett – ihre Haut war eiskalt.

Als daraufhin eine zweite Nachbarin hinzueilte und die 36-Jährige in diesem Zustand vorfand, zögerte sie nicht und rief den Notarzt. Leider konnte auch er der jungen Frau nicht mehr helfen.

Es dauerte nicht lange, dass ihr Tod zunächst als versehentliche Überdosis eingestuft wurde. Eine Schocknachricht für alle, die Christina kannten. Schließlich habe sie nie Drogen genommen!

Auch eine untersuchte Probe von Christinas Muttermilch, die sie für ihren Säugling im Gefrierfach aufbewahrte, wies keinerlei Spuren der kontrollierten Substanzen auf.

Harris soll versucht haben, seinen Kollegen als Auftragskiller anzuheuern

Gegenüber der Polizei sagten Jasons Geschwister aus, dass er immer wieder darüber gesprochen haben soll, dass er seine Frau loswerden möchte. (Symbolbild)
Gegenüber der Polizei sagten Jasons Geschwister aus, dass er immer wieder darüber gesprochen haben soll, dass er seine Frau loswerden möchte. (Symbolbild)  © 123rf/tassev

Zudem soll Jason vor und nach dem Tod seiner Frau mit mehreren Damen in Kontakt gestanden haben.

Mit einer von ihnen wollte er sich kurz nach Christinas Tod treffen, kaufte sogar ein Flugticket. Eine zweite zog nach etwa zwei Wochen bei ihm ins Haus ein.

Jasons Geschwister gaben gegenüber der Polizei an, dass er "in der Vergangenheit Aussagen darüber gemacht hat, seine Frau loszuwerden".

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Zudem soll er versucht haben, seinen Kollegen für 5000 US-Dollar (etwa 4400 Euro) als Auftragskiller anzuheuern, wie ABC12 berichtete.

Im Jahr 2019 wurde die Todesursache von Christina Ann-Thompson Harris offiziell von einer Überdosis zu Mord abgeändert.

Im Dezember wird Jason erneut vor Gericht stehen.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/tassev & 123rf/lanastock

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