Mutmaßlicher Dreifach-Mörder von Italien nach Deutschland ausgeliefert

Holzgerlingen - Der 30-jährige Tatverdächtige, der mutmaßlich für den Dreifach-Mord von Holzgerlingen nahe Böblingen verantwortlich war (TAG24 berichtete), ist von Italien nach Deutschland ausgeliefert worden.

18. März: Beamte der Spurensicherung am Tatort in Holzgerlingen.
18. März: Beamte der Spurensicherung am Tatort in Holzgerlingen.  © SDMG / Dettenmeyer

Wie die Polizei Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft Stuttgart gemeinsam mitteilten, brachten italienische Sicherheitskräfte den Mann von einem italienischen Gefängnis zum Grenzübergang "Brenner", von wo aus Kriminalbeamte des Präsidiums Ludwigsburg den 30-Jährigen nach Stuttgart beförderten.

Ein Haftrichter setzte am heutigen Mittwoch den gegen den Tatverdächtigen bestehenden Haftbefehl in Vollzug. Der 30-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen.

Mitte März wurden in einem Wohnhaus in Holzgerlingen die Leichen einer 27-Jährigen, ihres 33 Jahre alten Lebensgefährten und dessen 62-jährigen Vaters aufgefunden - die Ermittler gingen wegen der Verletzungen von einem Gewaltverbrechen aus.

Der mutmaßliche Täter, der die bosnische Staatsangehörigkeit hat, soll als Mieter im Obergeschoss des Hauses gewohnt haben und ist ins Visier der Ermittler geraten, weil er in der Vergangenheit Streit mit seinem Vermieter gehabt haben soll (TAG24 berichtete).

Als die Leichen gefunden wurden, war der 30-Jährige verschwunden. Durch digitale Spuren konnte die Polizei den Fluchtweg des Mannes bis nach Italien nachvollziehen.

Letztlich konnte er zwei Tage nach dem Fund der drei Leichen von der italienischen Polizei an der französisch-italienischen Grenze festgenommen werden (TAG24 berichtete).

Da die italienische Haftanstalt, in die der Mann gebracht wurde, in einem Corona-Risikogebiet lag, verzögerte sich seine Auslieferung bis jetzt.

Titelfoto: SDMG / Dettenmeyer

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