Junge macht während einer Runde "Wahrheit oder Pflicht" grauenvolles Geständnis

Heysham (England) - Eigentlich wurde der Tod der 94-jährigen Mary Gregory als tragischer Unfall eingestuft. Doch dann machte ausgerechnet ihr Stiefenkel ein erschreckendes Geständnis während einer Runde "Wahrheit oder Pflicht".

Am Freitag wurde Tiernan Darnton (21) zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Am Freitag wurde Tiernan Darnton (21) zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.  © Lancashire police

Am 28. Mai 2018 wurde die Leiche der 94-Jährigen in ihrem Haus im englischen Städtchen Heysham gefunden. Sie lag unter einem Tisch im Wintergarten ihres Hauses – um sie herum nichts als Asche.

Wie das britische Boulevardmagazin Mirror berichtete, stand für die Feuerwehr sowie den Rechtsmediziner schnell fest: Die Dame hatte vermutlich eine Zigarette fallen lassen und dabei ihre Gardinen in Brand gesetzt.

Ein Fremdverschulden vermutete zu diesem Zeitpunkt keiner.

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Doch dann spielte der 21-jährige Tiernan Darnton eine Runde "Wahrheit oder Pflicht" mit seinen Freunden und wurde dabei nach seinem dunkelsten Geheimnis gefragt. Was er daraufhin antwortete, ließ seinen Mitspielern die Haare zu Berge stehen.

"Ich habe ein Geheimnis, welches ich noch nie jemandem erzählt habe", gab er dabei an. "Ich habe vielleicht schon einmal jemanden getötet."

Als die Kumpels ihn daraufhin drängten, ihnen alles zu sagen, gab er zu, seine Stief-Großmutter in einem Brand umgebracht zu haben – damit sie nicht länger unter Alzheimer leiden muss.

Da seine Freunde diese Aussage für einen schlechten Witz hielten, taten sie zuerst nichts. Doch dann verplapperte sich Darnton erneut: dieses Mal bei seiner Therapeutin.

Täter gibt Mord seiner Therapeutin gegenüber zu

Mary Gregory (†94) verstarb, nachdem ihr Stiefenkel das Haus angezündet hatte.
Mary Gregory (†94) verstarb, nachdem ihr Stiefenkel das Haus angezündet hatte.  © Lancashire police

Ihr gab er gegenüber an, dass ein Freund etwas über ihn wisse, was ihn ins Gefängnis befördern könnte.

Zudem sprach er von einem Event, vermutlich Gregorys Beerdigung, bei welchem nur er wusste, was passiert war. Dies hätte ihn unglaublich mächtig fühlen lassen.

Nachdem die Psychologin ihn gefragt hatte, ob er jemanden umgebracht habe, habe er nur "ja" gemurmelt. Eine Woche später gab er ihr und seinem Stiefvater gegenüber zu, dass er das Feuer gelegt hätte.

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Nun stand er vergangenen Freitag deswegen vor Gericht und wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Zwar gab er dort noch an, dass seine Geständnisse nichts als ein Ruf nach Aufmerksamkeit gewesen seien. Jedoch war die Beweislage eindeutig, nachdem nicht nur Pläne von Gregorys Haus im Zimmer des 21-Jährigen sowie eine aufgerissene Dose am Tatort gefunden wurden, sondern auch Darntons Google-Verlauf durchsucht wurde.

Titelfoto: Lancashire police

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