Fall Lübcke: Stephan E. weiter "hochwahrscheinlich" der Todesschütze

Kassel/Karlsruhe - Im Mordfall Lübcke (†65) halten die Ermittler den Hauptverdächtigen Stephan E. auch nach dessen geänderter Aussage für den Todesschützen. 

Stephan E. wird nach einem Haftprüfungs-Termin beim Bundesgerichtshof (BGH) im Juli 2019 zu einem Hubschrauber gebracht.
Stephan E. wird nach einem Haftprüfungs-Termin beim Bundesgerichtshof (BGH) im Juli 2019 zu einem Hubschrauber gebracht.  © dpa/Uli Deck

In einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 3. März, der am Montag in Karlsruhe veröffentlicht wurde, wird das als "nach wie vor hochwahrscheinlich" bezeichnet.

Sein früheres Geständnis füge sich "in die Spurenlage am Tatort ein". So sei an der Tatwaffe und der Munition ausschließlich DNA des 46-Jährigen gefunden worden. Auch der bei der Obduktion festgestellte Verlauf des Schuss-Kanals weise auf eine gezielte Tat hin.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni 2019 nachts auf seiner Terrasse erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

E. hatte zunächst gestanden, dann sein Geständnis widerrufen und schließlich in einer neuen Aussage seinen mutmaßlichen Komplizen Markus H. (43) beschuldigt, den tödlichen Schuss versehentlich abgegeben zu haben.

Das halten die Ermittler dem Beschluss zufolge nicht für glaubhaft. H. ist aber nach wie vor der Beihilfe zum Mord dringend verdächtig und bleibt deshalb in Untersuchungshaft, wie es darin heißt.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni 2019 nachts auf seiner Terrasse erschossen worden.
Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Anfang Juni 2019 nachts auf seiner Terrasse erschossen worden.  © dpa/Swen Pförtner

Titelfoto: dpa/Uli Deck

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