Keine heiße Spur nach Tötungsdelikten in Magdeburg und Quedlinburg

Quedlinburg/Magdeburg - Nach den beiden Tötungsdelikten in Magdeburg und Quedlinburg arbeiten die Sonderkommissionen weiter an den Fällen. "Wir geben nicht auf", sagte eine Polizeisprecherin am Montag in Magdeburg.

Die Spurensicherung war stundenlang am Tatort in Quedlinburg beschäftigt.
Die Spurensicherung war stundenlang am Tatort in Quedlinburg beschäftigt.  © Thomas Schulz

Vor zwei Wochen wurde ein 73-Jähriger in Quedlinburg im Harz erschossen. Bislang meldeten sich fünf Zeugen mit Hinweisen bei der Polizei. Eine heiße Spur war noch nicht dabei.

Nur eine Woche später wurde in einem Einfamilienhaus in Magdeburg eine Frau mit mehreren Stichverletzungen entdeckt. Ermittler befragten vor allem Menschen im Umfeld der Erstochenen. Auch hier war die Suche nach einem Täter bislang ohne Erfolg.

Im Fall des erschossenen Quedlinburgers riefen die Ermittler bereits kurz nach dem Tötungsdelikt am 31. August Zeugen um Mithilfe auf - auch über die MDR-Fahndungssendung "Kripo live" (TAG24 berichtete).

Den Erkenntnissen nach waren am Tatabend Schüsse zu hören. Kurz danach wurde der 73-Jährige tot auf der Straße gefunden. Motiv und Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Erste Hinweise, dass der Täter mit einem Fahrrad geflüchtet sein soll, erhärteten sich nicht, wie die Polizeisprecherin am Montag sagte.

Die Ermittler wüssten allerdings, wie viele Schüsse gefallen seien, so die Sprecherin. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden jedoch keine genaueren Angaben dazu gemacht. Eine SOKO mit zwölf Beamten befasse sich mit dem Fall.

Auch im Fall der toten Magdeburgerin setzte sich eine SOKO zusammen (TAG24 berichtete). Acht Beamte suchen laut Polizei seitdem nach einer heißen Spur. Am 7. September, also eine Woche nach den tödlichen Schüssen in Quedlinburg, fand eine Frau ihre 56 Jahre alte Pflegemutter.

Die Frau starb den Obduktionsergebnissen zufolge an mehreren Stichverletzungen. Ermittler sicherten Spuren und befragten Menschen im Umfeld. Bei dem Fundort soll es sich auch um den Tatort handeln.

Eine heiße Spur zum Täter gibt es laut Polizei auch hier nicht.

Titelfoto: Thomas Schulz

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