Vater lässt Kinder bei Hitze im Auto sterben: Zuvor gab er auf Facebook tiefen Einblick in sein Seelenleben

Tulsa (Oklahoma) - Schreckliche Tragödie in Tulsa/Oklahoma: Ein Mädchen (†4) und ihr kleiner Bruder (†3) starben am Samstag im Fahrzeug ihres Vaters. Sie waren dort für fünf Stunden eingesperrt - bei 32 Grad Celsius Hitze, berichtet aktuell der "Mirror". 

Teagan und ihr kleiner Bruder Ryan starben in dem überhitzten Auto.
Teagan und ihr kleiner Bruder Ryan starben in dem überhitzten Auto.  © Facebook/Screenshot/Dustin Lee

Ihr Vater, Dustin Lee D. (31), war angeblich gegen Mittag mit den Kindern in seinem Truck unterwegs gewesen und nach ihrer Rückkehr zu Hause eingeschlafen. 

Wo die Geschwister waren, wusste der 31-Jährige laut eigener Aussage nicht, als er wieder erwachte. Kurz darauf fand er Teagan und ihren kleinen Bruder Ryan leblos in seinem Fahrzeug. 

Der Amerikaner schleppte seine Kinder daraufhin ins Wohnzimmer und wählte den Notruf. Wenig später erklärten die eingetroffenen Sanitäter die beiden Kinder für tot. 

Ihr Vater wurde kurz darauf festgenommen und wegen des Verdachts auf Mord zweiten Grades ins Gefängnis von Tulsa County gebracht.

Bei Mord ersten Grades wird in den USA von Heimtücke ausgegangen, bei Mord zweiten Grades von einer vorsätzlichen Tötung, jedoch ohne Heimtücke. 

Facebook-Nachricht vom 11. Juni gibt Einblick in das Seelenleben des Vaters - vor der Tragödie

Teagan (4) mit ihrem Vater Dustin Lee D.
Teagan (4) mit ihrem Vater Dustin Lee D.  © Facebook/Screenshot/Dustin Lee

Ein Nachbar berichtete unterdessen der Polizei, dass er beobachtet habe, wie Dustin Lee. D. sein Fahrzeug abgeschlossen habe, obwohl die Kinder noch darin waren. 

Ein Blick auf die noch aktive Facebook-Seite des Beklagten zeigt eine heile Welt, die in starkem Kontrast zu den grausamen Geschehnissen steht. Zahlreiche Fotos portraitieren dort eine Familie, die glücklich zu sein scheint. 

Doch eine Nachricht, die Dustin Lee D. dort am 11. Juni veröffentlichte, gibt einen tiefen Einblick in sein Seelenleben. So schrieb er auf Facebook: 

"Wenn ich morgens meine Kinder beim Schlafen beobachte, kann ich nicht glauben, dass sie meine sind, ich liebe sie so sehr und niemand auf dieser Welt könnte mir jemals das Gefühl geben, so geliebt zu werden, wie sie. Neulich war ich so deprimiert, weil ich sie einfach vermisst habe und ich musste daran denken, dass sie älter werden und erwachsen werden."

Ein Screenshot der erschreckenden Nachricht.
Ein Screenshot der erschreckenden Nachricht.  © Facebook/Screenshot/Dustin Lee

Und weiter: "Wenn Sie keine Kinder haben, verstehen Sie das vielleicht nicht, aber das ist die gruseligste, aber auch erstaunlichste Sache, die man sich denken kann, wenn man beobachtet, wie sie zu ihrer eigenen Person werden und sehen kann, was sie erleben und erreichen werden. Ich hoffe, unsere Bindung wird nur stärker, ich hoffe, sie wollen mich immer anrufen oder mich sehen, nur um zu reden oder um Rat zu fragen. Ich kann mir diese Welt ohne sie nicht vorstellen."

Was der Mann mit diesen Worten genau ausdrücken wollte, müssen nun die weiteren Ermittlungen zeigen. 

Titelfoto: Facebook/Screenshot/Dustin Lee

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