Frauen-Leiche in Flüchtlingsunterkunft gefunden: Urteil gegen Mörder gefallen!

Lübeck - Wegen Mordes an seiner Ehefrau hat das Landgericht Lübeck am Freitag einen heute 39 Jahre alten Mann zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einem Aktenordner.
Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einem Aktenordner.  © Markus Scholz/dpa

Der aus Afghanistan stammende Angeklagte habe die Emanzipationsbestrebungen seiner Frau nicht akzeptieren wollen und sie deshalb mit 29 Messerstichen getötet, sagte der Vorsitzende der Schwurgerichtskammer in der Urteilsbegründung. Das sei Mord aus niedrigen Beweggründen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger des Angeklagten sagte nach der Urteilsverkündung, es sei noch nicht klar, ob er Revision beantragen werde.

Er hatte eine Verurteilung wegen Totschlags im Affekt beantragt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten dagegen lebenslange Haft wegen Mordes gefordert.

Kopfschuss mit Maschinenpistole? Mann (65) soll Ehefrau getötet haben
Mord Kopfschuss mit Maschinenpistole? Mann (65) soll Ehefrau getötet haben

Der Angeklagte hatte gestanden, seine 23 Jahre alte Frau im September 2021 in der gemeinsamen Wohnung in einer Flüchtlingsunterkunft in Ahrensburg im Kreis Stormarn getötet zu haben.

Die Polizei sicherte Spuren am Tatort. (Symbolbild)
Die Polizei sicherte Spuren am Tatort. (Symbolbild)  © Blaulicht-News.de

Anschließend hatte der Mann versucht, sich nach Italien abzusetzen.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

Mehr zum Thema Mord: