Mann sticht 30 Mal auf Freundin ein, überfährt sie: Freispruch wegen Mordes!

Tamworth (England) - 30 Mal stach er auf sie ein, überfuhr seine Freundin im Anschluss mit einem Auto. Dennoch wurde Jake Notman (28) am Mittwoch wegen Mordes an Lauren Bloomer (†25) freigesprochen.

Lauren Bloomer (†25) auf einem Foto, das die Staffordshire Police veröffentlichte.
Lauren Bloomer (†25) auf einem Foto, das die Staffordshire Police veröffentlichte.  © Staffordshire Police

Der Mann aus Tamworth musste sich an diesem Tag vor dem Strafgerichtshof von Staffordshire verantworten. Der Grund, warum der 28-Jährige vom Mord freigesprochen wurde, liegt an den Umständen der Tat.

So hätten er und Lauren Bloomer vor dem schrecklichen Vorfall einen Hasch-Brownie konsumiert, der bei Notman eine Psychose ausgelöst haben soll, berichtet Birmingham Live.

Die Anwälte des Angeklagten argumentierten folglich vor Gericht, dass er nach dem Verzehr des Brownies "völlig den Bezug zur Realität verloren" habe.

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Ursprünglich habe das Paar die Veröffentlichung der Playstation 5 feiern wollen. Doch nach dem Verzehr des Drogen-Gebäcks sei Notman komplett durchgedreht.

Laut der Staatsanwälte habe der Brite auf seine Freundin eingetreten, sie geschlagen, gewürgt, bevor er 30 Mal auf sie einstach - auch in die Augen und ins Gesicht. Im Anschluss sei er mit seinem Ford über ihren "wehrlosen" Körper gefahren.

Notman wandert trotzdem ins Gefängnis

Kurz vor dem Angriff sei Frau Bloomer, die aus Birmingham stammte, so besorgt über das Verhalten ihres Freundes geworden, dass sie im Internet nach "schlechten Trips" recherchiert habe. Das sagte Miss Deborah Gould, Junioranklägerin des Strafgerichtshofes.

Das Opfer habe auch die Verwandten von Notman, dessen Tante und Onkel, angerufen, die die grausamen Ereignisse bis zu ihrem Tod aufzeichneten, als sie um Hilfe flehte und sagte: "Jake, ich liebe dich", erklärte Miss Gould.

Bei dem Telefonat habe man Lauren Bloomer mehrfach schreien hören, während ihr Partner sagte: "Ich werde dich verdammt noch mal ermorden".

Notmans Verteidiger, Andrew Fisher, erklärte dem Gericht: "Jake Notman litt an einer extra starken psychotischen Episode." Er sei zu dieser Zeit "hochgradig psychotisch" gewesen und "kannte die wahre Natur seiner Handlungen nicht".

Richterin Juliet May überzeugten die Erklärungen des Anwalts, weshalb sie Notman nicht wegen Mordes verurteilte. Dennoch wandert der Mann für acht Jahre und acht Monate hinter Gitter - wegen Totschlags.

Titelfoto: Bildmontage: Staffordshire Police

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