Mord an Frau in Löwenstein wird neu verhandelt

Heilbronn - Gut drei Jahre nach dem Mord an einer Frau in Löwenstein (Landkreis Heilbronn) wird der Fall erneut vor Gericht verhandelt.

Löwenstein: Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei untersuchen in Löwenstein den Fundort einer Leiche einer Frau.
Löwenstein: Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei untersuchen in Löwenstein den Fundort einer Leiche einer Frau.  © Marcel Bartenbach/dpa

Ein 66 Jahre alter Mann muss sich seit Donnerstag zum zweiten Mal vor dem Landgericht Heilbronn verantworten. 

Die Anklage wirft ihm vor, Ende März 2017 seine von ihm getrennt lebende Frau vor einer evangelischen Tagungsstätte abgepasst und sie mit zahlreichen Messerstichen getötet zu haben.

Der Angeklagte äußerte sich bei Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen.

2018 wurde der 66-Jährige bereits zu lebenslanger Haft verurteilt. 

Diese Entscheidung hob der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe aber auf und verwies den Fall zurück an das Landgericht. 

Der BGH hatte bemängelt, dass das Landgericht die DNA-Spur auf einer Getränkedose am Tatort als "gewichtigstes Indiz" eingestuft hatte. 

Das sei aber nicht hinreichend begründet worden.

Der Mann soll die Frau damals abgepasst haben, als sie am Abend ihre Arbeitsstätte verließ. Nach dem Täter war auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY.. ungelöst" gesucht worden. Der Ehemann wurde gut zwei Wochen später festgenommen - überführt durch DNA-Spuren am Tatort. 

Das seit 1975 verheiratete Paar lebte seit 2015 getrennt. Laut Gericht hatte die Frau im Internet einen neuen Lebensgefährten kennengelernt. Der Mann hat den Mord in der ersten Landgerichtsverhandlung stets abgestritten.

Für den neuen Prozess sind knapp 20 weitere Termine angesetzt; nach derzeitigem Stand könnte das Urteil Mitte Oktober gesprochen werden.

Titelfoto: Marcel Bartenbach/dpa

Mehr zum Thema Mord:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0