Nach acht Monaten: Prozess wegen Beihilfe zum 5230-fachen Mord vor dem Ende

Hamburg - Der Hamburger Prozess gegen einen ehemaligen SS-Wachmann (93) im KZ Stutthof nähert sich dem Ende.

Der 93 Jahre alte ehemalige SS-Wachmann im Konzentrationslager Stutthof sitzt im Landgericht.
Der 93 Jahre alte ehemalige SS-Wachmann im Konzentrationslager Stutthof sitzt im Landgericht.  © Christian Charisius/dpa/Pool

Nach über achtmonatiger Verhandlung könnte am Mittwoch die Beweisaufnahme geschlossen werden. 

Zuvor will sich die Strafkammer mit verstorbenen Gefangenen befassen, deren Hinterbliebene sich als Nebenkläger dem Verfahren angeschlossen haben. 

Die Umstände ihrer Inhaftierung oder ihres Todes in dem Lager bei Danzig sollen anhand schriftlicher Unterlagen erörtert werden. 

Das Gericht will nach Angaben eines Sprechers noch im Juli das Urteil verkünden.

Der Prozess gegen den 93-jährigen Angeklagten hatte am 17. Oktober vergangenen Jahres begonnen (TAG24 berichtete).

Die Anklage wirft ihm Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vor. 

Der in Hamburg lebende Angeklagte arbeitete als junger Mann im KZ Stutthof.
Der in Hamburg lebende Angeklagte arbeitete als junger Mann im KZ Stutthof.  © Axel Heimken/dpa

Er soll als Wachmann zwischen dem 9. August 1944 und dem 26. April 1945 "die heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt" haben.

Zu seinen Aufgaben habe es gehört, die Flucht, Revolte und Befreiung von Häftlingen zu verhindern.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa/Pool

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