Nach tödlichem Tankstellen-Streit: 22-Jährigem droht lebenslange Haftstraße

Aurich - Nach einem tödlichen Streit an einer Tankstelle muss sich ein 22-Jähriger seit Mittwoch vor dem Landgericht Aurich wegen Mordes verantworten.

Ein Auto fährt an einer Tankstelle vorbei. (Symbolbild)
Ein Auto fährt an einer Tankstelle vorbei. (Symbolbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Er soll einen Bekannten mit Messerstichen umgebracht haben.

Der Angeklagte habe über seinen Anwalt eingeräumt, für die Tötung verantwortlich zu sein, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch.

Er habe jedoch beteuert, dass er das Opfer nicht töten wollte. Nach der Einlassung sei der Angeklagte auch auf Fragen des Gerichts eingegangen, sagte der Sprecher.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den gleichaltrigen Bekannten im vergangenen September nach einer Feier bei einem Streit an einer Tankstelle im ostfriesischen Wiesmoor getötet zu haben (TAG24 berichtete).

Demnach soll er im betrunkenen Zustand mehrfach auf den Oberkörper und das Gesicht des Opfers eingestochen haben. Das Opfer starb wegen des hohen Blutverlustes.

Erste Zeugen sagten bereits aus

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Deutsche bei der Tat aus niedrigen Beweggründen handelte und die Absicht hatte, den Bekannten zu töten.

Zum Prozessauftakt sagten auch Zeugen aus, darunter ein Ersthelfer und eine Tankstellen-Angestellte. Insgesamt sind noch fünf weitere Verhandlungstage angesetzt. Auch ein psychiatrischer Gutachter soll gehört werden.

Im Fall einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

Mehr zum Thema Mord:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0