Mit Kopfschuss ermordet: Tod von Walter Lübcke jährt sich

Kassel - Vor einem Jahr wurde Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke erschossen.

Das Konterfei von Walter Lübcke war am 13. Juni 2019 bei einem Trauergottesdienst in Kassel zu sehen.
Das Konterfei von Walter Lübcke war am 13. Juni 2019 bei einem Trauergottesdienst in Kassel zu sehen.  © Swen Pförtner/dpa

Am heutigen 2. Juni jährt sich der Todestag des CDU-Politikers, doch eine offizielle Gedenkveranstaltung ist wegen der Corona-Pandemie in Hessen nicht geplant.

Allerdings haben zwei Initiativen zu Aktionen aufgerufen.

Das "Kasseler Bündnis gegen Rechts" lädt dazu ein, vor dem Regierungspräsidium Blumen niederzulegen.

Die nordhessische Initiative "Offen für Vielfalt" hat Plakate mit der Aufschrift "Demokratische Werte sind unsterblich" verteilt und dazu aufgerufen, diese sichtbar aufzuhängen.

Die Staatskanzlei in Wiesbaden kündigte eine nicht-öffentliche Kranzniederlegung an, über die sie im Anschluss informieren will.

Lübcke war im Juni 2019 nachts auf seiner Terrasse im Landkreis Kassel erschossen worden (TAG24 berichtete).

Wegen des Mordes angeklagt ist der Rechtsextremist Stephan E., der 46-Jährige soll Lübcke mit einem Kopfschuss getötet haben, weil dieser sich für die Aufnahme von Flüchtlingen einsetzte.

Offenbar Prozess-Beginn gegen Stephan E. im Juni

Bereits am gestrigen Pfingstmontag äußerten sich mehrere Politiker zu dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten. Dabei riefen sie zugleich zu einem entschiedenen Vorgehen gegen Rechtsextremismus auf (TAG24 berichtete).

Zudem wurde am Montag bekannt, dass der Prozess gegen den mutmaßlichen Lübcke-Mörder Stephan E. im Juni vor dem Hessischen Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt am Main beginnen soll. Die Rede ist von einem Prozess-Beginn am 16. Juni.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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