Nach brutalem Mord an Vater: Schwestern könnten freigesprochen werden

Moskau (Russland) - 2018 erstachen drei junge Mädchen ihren Vater. Nun könnten sie freigesprochen werden.

Als die Polizei den Körper des 57-Jährigen fand, war dieser übersät mit Dutzenden Stichwunden. (Symbolbild)
Als die Polizei den Körper des 57-Jährigen fand, war dieser übersät mit Dutzenden Stichwunden. (Symbolbild)  © 123rf/gcalin

Nachdem die drei Schwestern Krestina (19), Angelina (18) und Maria (17) ihren Vater Mikhail Khachaturyan (†57) in einem Wohnblock in Moskau erstochen hatten, gaben sie gegenüber Behörden an, dass dieser sie jahrelang misshandelt und gefoltert habe.

Und davon hatte das Trio am 27. Juli 2018 endgültig genug – internationalen Medienberichten zufolge setzten sie ihrem Leiden mit einem Jagdmesser ein Ende.

Als der Körper des 57-Jährigen daraufhin gefunden wurde, wies dieser Dutzende Messerstiche auf – es handelte sich hierbei um ein wahres Verbrechen aus tiefstem Hass.

Tankstellen-Mord in Rheinland-Pfalz wegen Mund-Nasen-Maske?
Mord Tankstellen-Mord in Rheinland-Pfalz wegen Mund-Nasen-Maske?

Die beiden älteren Schwestern wurden des Mordes angeklagt, die Jüngste dagegen für nicht verhandlungsfähig erklärt.

Doch nun scheint es, als könnten die Mädchen aufgrund eines neuen psychiatrischen Gutachtens freigesprochen werden!

Vater drohte seinen Töchtern mit dem Tod und einer Heirat

Dieses konnte die Gewalttaten des Vaters gegenüber seinen Töchtern nämlich beweisen. Zudem hatte es ergeben, dass die Schwestern zum Zeitpunkt des Mordes alle an einer posttraumatischen Belastungsstörung litten und um ihr Leben fürchteten.

Angelinas Anwältin erklärte: "Die Experten stellten fest, dass jedes der Mädchen seit 2014 an einem Missbrauchssyndrom und einer posttraumatischen Belastungsstörung litt – alle diese Zustände stehen in direktem kausalen Zusammenhang mit den Handlungen Khachaturians."

Das Leben der Mädchen sei schrecklich gewesen. Nicht nur habe der Vater ihnen regelmäßig mit dem Tod gedroht, zudem habe er einer seiner Töchter immer wieder gesagt, dass er sie heiraten und ein Kind mit ihr zeugen würde.

Immer wieder hätte er die Mädchen zudem aufgefordert, sich vor ihm auszuziehen und ihn sexuell zu befriedigen.

Geglaubt hatte ihnen niemand.

Nun steht das Urteil noch aus.

Sollten die Schwestern nicht freigesprochen werden, drohen den beiden Ältesten, Krestina und Angelina, zwischen acht und 20 Jahren hinter Gittern.

Titelfoto: 123rf/gcalin

Mehr zum Thema Mord: