Nach Mord an schwangerer Freundin: Lebenslange Haftstrafe gefordert

Lüneburg - Die Staatsanwaltschaft hat im Prozess um den Mord an einer schwangeren Frau vor dem Landgericht in Lüneburg eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert.

Der Tatverdächtige (38) soll im Oktober 2021 seine schwangere Frau durch Messerstiche ermordet haben.
Der Tatverdächtige (38) soll im Oktober 2021 seine schwangere Frau durch Messerstiche ermordet haben.  © Philipp Schulze/dpa

Der Staatsanwalt plädierte am Mittwoch auf heimtückischen Mord und Schwangerschaftsabbruch. Der 38 Jahre alte Tunesier hatte zu Prozessbeginn die Tat nicht eingeräumt. Die Verteidigung wird am Donnerstag plädieren, voraussichtlich wird es dann auch ein Urteil geben.

Ein psychiatrischer Gutachter konnte keine Einschränkung der Steuerungsfähigkeit bei dem Angeklagten erkennen. Ein medizinisches Gutachten ergab, dass der Mann der Vater des ungeborenen Kindes ist.

Zudem gab es unter den Fingernägeln des Opfers keine weiteren DNA-Spuren außer denen des 38-Jährigen.

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Der Mann war für seine Freundin, die er aus Jugendzeiten gekannt und später über Facebook wiedergefunden hatte, nach Deutschland gezogen. Er soll die Frau durch Stiche mit einem Küchenmesser getötet haben.

Zuvor habe er die 36-Jährige nach einem Streit gewürgt. Sie habe sich verzweifelt gewehrt und schwerste Verletzungen an den Händen davongetragen, sagte der Staatsanwalt.

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa

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