Polizei findet Knochen von toter Frau auf Mülldeponie: Hat sie ihr Ehemann ermordet und die Leiche entsorgt?

Frankfurt am Main - Der Mordprozess gegen einen Mann, der seine Ehefrau getötet und die Leiche im Müll entsorgt haben soll, nähert sich seinem Ende.

Der Angeklagte (r.) wird zu Beginn eines Mordprozesses von einem Justizbeamten in den Gerichtssaal des Landgerichts Frankfurt geführt. (Archivbild)
Der Angeklagte (r.) wird zu Beginn eines Mordprozesses von einem Justizbeamten in den Gerichtssaal des Landgerichts Frankfurt geführt. (Archivbild)  © DPA/Arne Dedert

Mitte April soll in dem Verfahren plädiert und das Urteil verkündet werden. Konkret sind nach dem Schluss der Beweisaufnahme am 15. April die Plädoyers und am 16. April das Urteil geplant.

Der Vorsitzende Richter am Landgericht Frankfurt erklärte am Dienstag, der 38-jährige Ehemann des Opfers könne weiterhin wegen Mordes aus Habgier verurteilt werden. Er habe sich womöglich mit der Tötung der 43-Jährigen zumindest in den Besitz der Wohnung der Frau in Frankfurt-Nied bringen wollen.

Die wollte er, wie aus einem Chat-Verkehr nach dem Verschwinden der Frau hervorgeht, gemeinsam mit seiner neuen Freundin bewohnen. Die Frau war im Oktober 2019 verschwunden und von dem deutschen Angeklagten als vermisst gemeldet worden.

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Einige Wochen später wurden nach akribischer Suche der Polizei auf einer Mülldeponie im Main-Taunus-Kreis Knochenreste sichergestellt, die zweifelsfrei von der vermissten Frau stammten. Der Angeklagte bestritt zunächst, etwas mit dem Tod der Frau zu tun zu haben.

38-jähriger Angeklagter äußerte sich im Verlauf des Prozesses nicht mehr zum Mordvorwurf

Nach akribischer Suche konnte die Polizei auf einer Mülldeponie im Main-Taunus-Kreis Knochenreste sicherstellen, die zweifelsfrei von der vermissten Frau stammten.
Nach akribischer Suche konnte die Polizei auf einer Mülldeponie im Main-Taunus-Kreis Knochenreste sicherstellen, die zweifelsfrei von der vermissten Frau stammten.  © dpa/Silas Stein

In dem seit Anfang Februar vor der Schwurgerichtskammer laufenden Prozess äußerte er sich überhaupt nicht mehr zu dem Mordvorwurf.

Der Mann hatte nur wenige Tage nach dem Verschwinden der Ehefrau seine neue Freundin in der ehelichen Wohnung aufgenommen und sie mit Schmuckstücken der Verschwundenen beschenkt.

Titelfoto: dpa/Silas Stein

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