Man fand nur ihre skelettierte Leiche: Polizei gelingt wichtiger Coup im Mordfall Mezgin (†16)

Aschaffenburg - Drei Jahre nach der Tötung der syrischen Mädchens Mezgin Nassan in Aschaffenburg ist der international gesuchte Vater in der Türkei gefasst und nach Deutschland ausgeliefert worden. 

Fotomontage: Der Vater der ermordeten Mezgin Nassan sitzt über drei Jahre nach dem Tod der 16-Jährigen in Untersuchungshaft.
Fotomontage: Der Vater der ermordeten Mezgin Nassan sitzt über drei Jahre nach dem Tod der 16-Jährigen in Untersuchungshaft.  © Montage: Polizei Unterfranken

Der 45 Jahre alte Hashem Nassan sitzt in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg und das Polizeipräsidium Würzburg mitteilten.

Das junge Mädchen war Anfang Mai 2017 spurlos verschwunden, erst im Dezember 2018 hatten Spaziergänger die skelettierte Leiche in einem Wald gefunden (TAG24 berichtete). 

Dass der Mann gewalttätig war und seine Familie gequält hatte, war bekannt: Er wurde ebenfalls noch im Mai 2017 wegen gefährlicher Körperverletzung, Misshandlung von Schutzbefohlenen, vorsätzlicher Körperverletzung und Bedrohung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. 

Im Juni 2017 soll der 45-Jährige versucht haben, den Freund seiner Tochter mit einem Messerstich in den Hals umzubringen. Die Haftstrafe trat er nicht an, sondern floh.

Die Justiz ließ anschließend mit internationalen Haftbefehlen nach ihm fahnden - sowohl wegen des Mordverdachts als auch wegen seiner Flucht. 

Gefasst hätten ihn schließlich die türkischen Behörden auf ein deutsches Rechtshilfeersuchen hin, sagte Behördenleiter Otto Heyder am Freitagabend auf Anfrage.

Titelfoto: Montage: Polizei Unterfranken

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