Prozess um Mord an fünf Kindern: Mutter wollte ältesten Sohn zum Selbstmord überreden!

Von Wolfram Lumpe

Wuppertal - Die wegen fünffachen Mordes angeklagte Solinger Mutter soll ihren ältesten Sohn zum Selbstmord gedrängt haben - dieser weigerte sich aber.

Ihre Trauer haben die Menschen mit einer Puppe und Kerzen vor dem Haus zum Ausdruck gebracht, in welchem die Polizei die fünf Kinder tot aufgefunden hat.
Ihre Trauer haben die Menschen mit einer Puppe und Kerzen vor dem Haus zum Ausdruck gebracht, in welchem die Polizei die fünf Kinder tot aufgefunden hat.  © Roberto Pfeil/dpa

Der Junge hatte bei der Polizei ausgesagt, dass seine Mutter auf ihn eingeredet habe: "Spring mit mir vor den Zug." Die Aussage wurde am Mittwoch von der Vernehmungsbeamtin des Jungen in den Prozess am Wuppertaler Landgericht eingeführt.

Der Junge hatte sich geweigert und war schließlich alleine zu seiner Großmutter an den Niederrhein weitergefahren, während sich seine Mutter im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen, aber schwer verletzt überlebt hatte.

Seine Mutter habe ihm gegenüber behauptet, seine fünf Geschwister seien bei einem Autounfall ums Leben gekommen, sagte der Sohn den Angaben zufolge weiter aus. Dies sei ihm aber komisch vorgekommen.

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Auf der Anklagebank des Wuppertaler Landgerichts muss sich die 28-jährige Mutter der toten Kinder wegen fünffachen heimtückischen Mordes verantworten. Sie soll fünf ihrer sechs Kinder betäubt und dann erstickt, erwürgt oder ertränkt haben.

Die Angeklagte hat die Tat bestritten. Ein Unbekannter sei in ihre Wohnung eingedrungen, habe sie gefesselt, geknebelt und dann ihre Kinder getötet, sagt sie. Die Ermittler hatten diese Version als Schutzbehauptung zurückgewiesen.

Der Deutschen droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft. Die Leichen der Kinder waren am 3. September vergangenen Jahres entdeckt worden: Melina (1), Leonie (2), Sophie (3), Timo (6) und Luca (8). Nur der älteste Sohn blieb körperlich unverletzt.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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