Prozess um Tod des kleinen Tim (†2) aus Querfurt: Angeklagter (31) laut Gutachterin schuldfähig

Halle (Saale)/Querfurt - Im Prozess um den getöteten zweijährigen Tim aus Querfurt sollen am Montag (8.30 Uhr) die Ergebnisse einer erneuten psychiatrischen Begutachtung des 31-jährigen Angeklagten Thema werden.

Neben dem 31 Jahre alten Angeklagten steht auch Tims Mutter (37) wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und fahrlässiger Tötung vor Gericht.
Neben dem 31 Jahre alten Angeklagten steht auch Tims Mutter (37) wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und fahrlässiger Tötung vor Gericht.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Einige seiner Aussagen hatten am vergangenen Prozesstag am Landgericht in Halle Fragen zu seinem psychischen Zustand aufgeworfen, denen die psychiatrische Gutachterin nun nachgegangen ist.

Der deutsche Mann soll im Juni und Juli vergangenen Jahres den zweijährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin mehrfach sadistisch gequält, missbraucht und schließlich totgeschlagen und -getreten haben.

Er ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes, Körperverletzung und Mordes angeklagt.

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Die 37-jährige Mutter des Jungen aus Querfurt (Saalekreis) ist der Misshandlung von Schutzbefohlenen und fahrlässigen Tötung angeklagt.

Ein Urteil wird noch im Mai erwartet.

UPDATE, 17 Uhr: Gutachterin sieht keine Schuldunfähigkeit

Die zum Einsatz gekommene psychiatrische Gutachterin geht von der Schuldfähigkeit des 31-jährigen Angeklagten aus. Der Mann habe "Akzentuierungen", aber keine krankhaften Störungen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Halle unter Berufung auf die Expertin zur Begründung am Montag.

Einige Aussagen des Mannes am vergangenen Prozesstag hatten Fragen zu seinem psychischen Zustand aufgeworfen, denen die psychiatrische Gutachterin nun nachgegangen war.

Das Gericht muss in seinem Urteil allerdings dieser Einschätzung nicht folgen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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