Wollte Mann (49) mit giftiger Nudelsuppe Ehepaar töten? Angeklagter bestreitet Tat

Wiesbaden - Im Prozess um einen Mordversuch mit einer vergifteten Nudelsuppe hat die Verteidigung vor dem Landgericht Wiesbaden auf Freispruch plädiert.

Das Foto aus dem Januar zeigt in der Mitte den Angeklagten und rechts seinen Anwalt Harald Roos.
Das Foto aus dem Januar zeigt in der Mitte den Angeklagten und rechts seinen Anwalt Harald Roos.  © Dorothee Barth/dpa

"Es ist ein reiner Indizienprozess", sagte die Vertretung des Angeklagten am Mittwoch.

Der 49-Jährige erläuterte in seinem "letzten Wort" ausführlich seine Sicht auf die Vorwürfe. Er könne die Beschuldigungen nicht nachvollziehen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer lebenslange Haft für den Angeklagten mit anschließender Sicherheitsverwahrung gefordert (TAG24 berichtete).

Der Deutsche soll im Februar 2019 im Rheingau in das Haus eines Ehepaares eingedrungen sein und in eine Suppe Pflanzengift gekippt haben. Der Ehemann hatte die Suppe seinen Hunden gegeben. Die Tiere wurden mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht – sie überlebten (TAG24 berichtete).

Hintergrund der Tat war laut Staatsanwaltschaft, dass der 49-Jährige in den Mann verliebt gewesen war. Der Ehemann wies die Annäherungsversuche des Angeklagten jedoch zurück.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, eine Nudelsuppe vergiftet zu haben (Symbolbild).
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, eine Nudelsuppe vergiftet zu haben (Symbolbild).  © 123RF/Oksana Bratanova

Angeklagter schon wegen früherem Gift-Anschlag verurteilt

Der 49-Jährige wurde im April 2019 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Bereits 2001 wurde er wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis vom Landgericht Memmingen angeklagt.

Er hatte laut Urteil versucht, die Eltern einer Freundin mit Arsen zu vergiften.

Titelfoto: 123RF/Oksana Bratanova

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