Frauenmorde im Norden: Spürhunde nehmen Fährte zum Haus des Killers auf

Rendsburg – Im Fall der Rendsburger (Schleswig-Holstein) Frauenmorde hat die Polizei nun auch Personenspürhunde eingesetzt.

Polizeifahrzeuge stehen in der Nähe der Kleingartenanlage.
Polizeifahrzeuge stehen in der Nähe der Kleingartenanlage.  © Axel Heimken/dpa

Mithilfe der beiden Hunde hätten Beamte am Montag versucht, den möglicherweise letzten Weg eines Opfers beginnend vom Bahnhof zu verfolgen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

"Die Spur führte die Spürhunde tatsächlich in Richtung der Wohnanschrift des Tatverdächtigen, riss aber in der Nähe dann ab." Dies sei ein weiteres Indiz in dem Fall.

Ein 40-Jähriger aus Rendsburg sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Polizisten hatten ihn als letzten Freier einer Ende September getöteten Prostituierten ermittelt.

Auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses in Rendsburg, in dem er wohnte, entdeckten Beamte später bei Durchsuchungen eine stark verweste Frauenleiche (TAG24 berichtete).

Dabei handelte es sich um eine 26-Jährige, die im August 2018 in Geesthacht als vermisst gemeldet wurde. Es besteht der Verdacht, dass sie durch Gewalteinwirkung und Überziehen einer Plastiktüte getötet wurde - wie die Rendsburger Prostituierte.

Die zweite Leiche wurde auf dem Dachboden des Mehrfamilienhauses gefunden.
Die zweite Leiche wurde auf dem Dachboden des Mehrfamilienhauses gefunden.  © Aljoscha Leptin/shz/dpa

Tatverdächtiger schweigt zu Morden

Der Tatverdächtige schweigt nach Polizeiangaben weiter zu den Vorwürfen.

Nach dem Fund der zweiten Leiche suchten Ermittler am 10. November bereits ein Rendsburger Kleingartengelände mit Spürhunden ab, auf dem der Mann häufig war (TAG24 berichtete). Es ist der Garten der Eltern seiner Partnerin.

Die Polizisten fanden bei der Absuche aber nichts Verdächtiges.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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