Romantik-Autorin tötet Ehemann, um über eine Million Euro zu erben

Multnomah County (USA) - Was die Romantik-Geschichten-Autorin Nancy Crampton-Brophy (69) ihrem Ehemann antat, war alles andere als romantisch.

Nancy Crampton-Brophy (69) soll ihren Ehemann wegen der Lebensversicherungs-Summe getötet haben.
Nancy Crampton-Brophy (69) soll ihren Ehemann wegen der Lebensversicherungs-Summe getötet haben.  © Multnomah County Sheriff's Office

Schon im September 2018 soll die 69-Jährige ihren Ehemann Daniel Brophy (†63) ermordet haben, um die rund 1,1 Millionen US-Dollar (umgerechnet etwas mehr als eine Million Euro) Lebensversicherung zu bekommen.

Beide waren 27 Jahre miteinander verheiratet. Dennoch veröffentliche sie zuvor ein Buch mit dem Titel "How To Murder Your Husband" (deutsch: Wie man seinen Ehemann ermordet) im Eigenverlag.

Drei Monate später wurde die Frau von der Polizei im US-Bundesstaat Oregon verhaftet. Doch die Beweislage war damals kritisch. 

Nancy Crampton-Brophy konnte deshalb nicht verurteilt werden.

Bis jetzt.

Beweise für Mord eindeutig

Polizisten sind sich sicher, dass sie genügend Beweise für eine Verurteilung sammelten (Symbolbild).
Polizisten sind sich sicher, dass sie genügend Beweise für eine Verurteilung sammelten (Symbolbild).  © 123RF/bumbledee

"Nancy Brophy hat das geplant und durchgeführt, was sie für den perfekten Mord hielt. Ein Mord, von dem sie glaubte, dass er sie aus der finanziellen Verzweiflung befreien und in ein Leben voller finanzieller Sicherheit und Abenteuer führen würde", soll der Bezirksstaatsanwalt von Multnomah County in den Ermittlungsakten geschrieben haben, berichtet Fox News.

Demnach wurden die Ermittler wohl darüber informiert, dass die Frau kurz vor dem Tod ihres Mannes ihre Lebensversicherung gekündigt haben soll. Sie ließ sich weiterhin als Begünstigte in derselben ihres Mannes eintragen, teilte die Behörde mit.

In ihrem iTunes-Account fanden Polizisten zudem einen gekauften Artikel, der "10 Möglichkeiten, einen Mord zu vertuschen" heißt. 

Zu den neuen Beweisen muss sich die vermeintliche Mörderin nun vor Gericht verantworten.

Mord-Prozess dauert weiter an

Der Staatsanwalt und die Ermittler wollen die Frau ins Gefängnis stecken. Doch Nancy Crampton-Brophys Anwälte plädieren auf Hausarrest, weil sie angeblich zur Risikogruppe in Bezug auf das Coronavirus gehöre.

Die vermeintliche Mörderin besteht bislang auf ihre Unschuldigkeit. Wann sie endgültig verurteilt wird, steht noch aus.

Titelfoto: 123RF/bumbledee, Multnomah County Sheriff's Office

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