Russisches Vogue-Model beichtet: Darum erstach sie ihren Ehemann

Saint Petersburg (Russland) - Ein russisches Model, welches unter anderem bereits für Vogue vor der Kamera stand, muss sich wegen des Mordes an ihrem Ehemann vor Gericht verantworten. Nun bekannte sie sich für schuldig und gab an, wieso ihr Gatte sterben musste.

Das russische Model Lillia Sudakova (27) war bekannt für seine rote Mähne. (Symbolbild)
Das russische Model Lillia Sudakova (27) war bekannt für seine rote Mähne. (Symbolbild)  © 123rf/racorn

Vor etwa 13 Monaten brachte Lillia Sudakova (27) den 28-jährigen Sergey Popov mit einem Küchenmesser um.

In einem Interview mit lokalen Medien gab sie nun an, dass es sich bei der Tragödie um einen Unfall gehandelt hatte.

"Er war total besoffen. Er kam mit diesem Mädchen nach Hause und ich verstand, was er mir damit sagen wollte", so Sudakova, wie das britische Boulevardmagazin Daily Star berichtete.

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Die Nacht zuvor habe er noch Sex von ihr verlangt, wogegen sie sich sträubte.

Mit seinem Verhalten am Tag darauf habe er ihr also zeigen wollen, dass er ganz einfach jemand Neuen finden könnte. Das ließ sich die junge Frau nicht gefallen.

"Ich ging in die Küche, fragte sie, ob sie essen will. Er sagte, dass er auch essen möchte, woraufhin ich antwortete, dass er das selbst zubereiten könne."

Daraufhin sei er aggressiv geworden und habe seine Frau angegriffen.

Ein Freund des Models, der ebenfalls anwesend war, soll Popov weggezogen haben – doch gebracht hätte das nichts.

Immer wieder soll er Sudakova angebrüllt haben. Als er sie, während sie in der Küche gerade Tomaten schnitt, erneut angriff, habe sie sich gewehrt – das Messer nach wie vor in der Hand. Kurz darauf steckte die Klinge in seiner Brust.

Waren das die letzten Worte des Mannes an seine Killerin?

Sollte Lillia Sudakova (27) verurteilt werden, drohen ihr bis zu 15 Jahre hinter Gittern. (Symbolbild)
Sollte Lillia Sudakova (27) verurteilt werden, drohen ihr bis zu 15 Jahre hinter Gittern. (Symbolbild)  © 123RF/welcomia

"Ich sah Blut, sah ein Messer in meiner Hand", fügte sie hinzu.

Zwar habe sie dann panisch den Krankenwagen gerufen und ihrem Mann noch ein Glas Wasser gebracht – es war jedoch zu spät. Seine letzten Worte an seine Frau sollen gelautet haben: "Es tut nicht weh. Bitte vergib mir."

Eine herzzerreißende Geschichte, der die Anklage-Seite keinerlei Glauben schenkt. Mittlerweile wurden die Vorwürfe von einer schweren Körperverletzung in Mord umgewandelt.

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Sollte Sudakova tatsächlich verurteilt werden, drohen ihr bis zu 15 Jahre hinter Gittern. Der Prozess soll noch diesen Monat starten.

Titelfoto: Bildmontage: 123rf/welcomia & 123rf/racorn

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