Schönes Leben mit neuer Frau geplant? Mann soll Ehefrau getötet und Leiche im Müll entsorgt haben

Frankfurt am Main - Weil er seine Ehefrau getötet und ihre Leiche im Müll entsorgt haben soll, steht von Freitag (9.30 Uhr) an ein 38 Jahre alter Mann vor dem Landgericht in Frankfurt am Main.

Bei einer aufwendigen Suchaktion hatte die Polizei Anfang 2020 auf einer Mülldeponie im Rhein-Main-Gebiet Knochenpartikel gefunden, die von der Frau stammten.
Bei einer aufwendigen Suchaktion hatte die Polizei Anfang 2020 auf einer Mülldeponie im Rhein-Main-Gebiet Knochenpartikel gefunden, die von der Frau stammten.  © dpa/Silas Stein

Die Staatsanwaltschaft wirft dem deutschen Staatsangehörigen Mord aus Habgier und niedrigen Beweggründen vor.

Bei einer aufwendigen Suchaktion hatte die Polizei Anfang 2020 auf einer Mülldeponie im Rhein-Main-Gebiet Knochenpartikel gefunden, die von der Frau stammten.

Der Angeklagte hatte sich zuvor auf einem Polizeirevier in Widersprüche verwickelt, als er die 43-Jährige als vermisst gemeldet hatte.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte mit der mutmaßlichen Tat im Oktober 2019 den Weg für eine Beziehung mit einer anderen Frau frei machen und in den Besitz einer Eigentumswohnung in Frankfurt und eines Feriendomizils in Spanien kommen wollte (TAG24 berichtete).

Die Schwurgerichtskammer hat zunächst zehn Verhandlungstage bis Mitte April terminiert.

Update, 5. Februar, 11.40 Uhr: Angeklagter schweigt zu Tatvorwürfen

Zu Beginn des Prozesses äußerte sich der aus Westfalen stammende Angeklagte lediglich zu seinem persönlichen Werdegang. Zu den Tatvorwürfen sagte er nichts.

Der Vorsitzende Richter der Schwurgerichtskammer wies darauf hin, dass die Freundin des Mannes bereits wenige Tage nach der Vermisstenmeldung in die Eigentumswohnung eingezogen sei.

Darüber hinaus habe der Angeklagte persönlich die Leerung des Müllcontainers veranlasst.

Titelfoto: dpa/Silas Stein

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