Nach mysteriösem Wohnungsbrand: Ehemann wegen Mordes und Vergewaltigung angeklagt

Flensburg - Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Schuby (Schleswig-Holstein) im vergangenen November (TAG24 berichtete) hat die Staatsanwaltschaft Flensburg Anklage gegen den Ehemann erhoben.

Polizeibeamte stehen vor dem Eingang des Hauses in Schuby.
Polizeibeamte stehen vor dem Eingang des Hauses in Schuby.  © Benjamin Nolte/dpa

"Die Anklage geht davon aus, dass der Angeschuldigte auf seine Ehefrau im gemeinsamen Schlafzimmer am 11. November 2020 mehrfach mit einem Messer in den Bereich des Oberkörpers einstach, sie fesselte und vergewaltigte, wobei er billigend in Kauf nahm, dass seine Ehefrau an den Stichverletzungen verblutete", hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

Die im Februar erhobene Anklage gegen den in Untersuchungshaft sitzenden 47-Jährigen lautet auf Mord und Vergewaltigung mit Todesfolge sowie versuchte Brandstiftung.

Um die Spuren der Vergewaltigung und der Tötung seiner 41 Jahre alten Ehefrau zu vernichten, soll der Mann versucht haben, im Obergeschoss des Hauses einen Brand zu legen.

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Als die Feuerwehr- und Rettungskräfte eintrafen, konnte die Frau nur noch tot geborgen werden. Der Angeklagte befand sich zunächst in Lebensgefahr.

Das Paar hatte sich Anfang Oktober vergangenen Jahres getrennt.

Die Ehefrau ging eine neue Beziehung ein, worin die Staatsanwaltschaft nach den Ermittlungen das Tatmotiv sieht. Das Gesetz sieht für Mord lebenslange Freiheitsstrafe vor.

Titelfoto: Benjamin Nolte/dpa

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