Schülerin (†16) in Großröhrsdorf erstochen: Eltern bangen vorm ersten Weihnachten ohne Wiktoria

Großröhrsdorf - Radoslaw (43) und Katarzyna J. (41) haben ein schreckliches Weihnachtsfest vor sich. Zum ersten Mal feiern sie den Heiligen Abend ohne Wiktoria (†16). Ihre Tochter wurde im September in Großröhrsdorf erstochen.

Am Tatort in Großröhrsdorf wurden zahlreiche Blumen und Andenken niedergelegt. Der mutmaßliche Täter wurde nach einer Woche gefunden.
Am Tatort in Großröhrsdorf wurden zahlreiche Blumen und Andenken niedergelegt. Der mutmaßliche Täter wurde nach einer Woche gefunden.  © xcitepress

Und doch wenden sich die leidgeprüften Eltern an die Öffentlichkeit: "Vergesst nie, dass die Menschlichkeit das Beste ist, was wir in uns haben", schreiben sie in ihrem Brief.

Seit drei Monaten habe das Paar nur einen Gedanken: "Warum?"

Im September wurde Wiktoria blutüberströmt in einem Garagenkomplex der Johann-Sebastian-Bach-Straße entdeckt. Sie starb, trotz aller Reanimierungsversuche. Das Mädchen hatte zahlreiche Stichverletzungen.

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Fast eine Woche fahndete die Polizei, dann nahm sie einen Jungen fest, der nur rund 100 Meter vom Tatort entfernt wohnte. Ein Schüler aus der Parallel-Klasse, ein Freund. Der Täter kam anfangs in die geschlossene Jugendpsychiatrie, lebt inzwischen in einer Betreuungs-Einrichtung im Landkreis. Eine Anklage gegen ihn gibt es noch nicht.

Dieser Mann habe "unserer Wiktoria die Erfüllung ihrer Träume, dem Lächeln und der Freude beraubt", schreiben die Eltern. Und weiter: "Er lacht und wir weinen."

Sie werden Weihnachten ohne ihre Tochter begehen. Aber sie "wissen, dass sie mit Tränen in den Augen und Trauer in unseren Herzen sein wird".

Titelfoto: Montage: xcitePress, privat

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