"Traumfrau getötet": Ex-Freund gesteht Mord an dreifacher Mutter

Schweinfurt/Bad Kissingen - Im Mord-Prozess um eine erstochene 27-Jährige hat der Ex-Freund des Opfers die Tat eingeräumt. 

Der Mann hat vor dem Landgericht die Tat gestanden. Der Staatsanwalt wirft ihm allerdings vor, den Mord heimtückisch geplant zu haben (Archivbild).
Der Mann hat vor dem Landgericht die Tat gestanden. Der Staatsanwalt wirft ihm allerdings vor, den Mord heimtückisch geplant zu haben (Archivbild).  © dpa/Daniel Karmann

Er könne es kaum ertragen, seine Traumfrau getötet zu haben, erklärte der 29-jährige Angeklagte am Donnerstag zum Prozess-Auftakt in einer schriftlichen Stellungnahme, die sein Verteidiger vorlas.

In einem "emotionalen Ausnahmezustand" habe er mit einem Küchen-Messer auf die dreifache Mutter eingestochen - geplant sei die Tat nicht gewesen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten jedoch vor, den Mord heimtückisch geplant zu haben. Die Tat ereignete sich im März 2019 im Hausflur eines Wohnhauses in Bad Kissingen.

Das Paar hatte nur wenige Monate lang eine Beziehung geführt. Der Angeklagte gaukelte seiner damaligen Freundin vor, Investment-Banker zu sein, und machte laut Anklage finanzielle Versprechungen.

Als die 27-Jährige von den Lügen erfuhr, trennte sie sich. Sie ließ ein gemeinsam erwartetes Kind abtreiben und stellte es dem Angeklagten gegenüber als natürlichen Abgang dar.

Am Tag der Tat gestand sie der schriftlichen Stellungnahme zufolge die Abtreibung und berichtete von einer Beziehung zu einem ehemaligen Lebensgefährten. Daraufhin entfachte sich der tödliche Streit.

Titelfoto: dpa/Daniel Karmann

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