Sie kämpfte für Gleichberechtigung: Journalistin (25) auf offener Straße getötet

Turbat (Pakistan) - Im Kampf für Frauenrechte fand Shaheena Shaheen Baloch (25) den Tod. Die junge Journalistin wurde am Samstagabend von einer Gruppe Männer ermordet.

Shaheena Shaheen Baloch vor einem ihrer Gemälde während einer Ausstellung.
Shaheena Shaheen Baloch vor einem ihrer Gemälde während einer Ausstellung.  © Twitter Screenshot @Alhaan_

Mutig und unnachgiebig setzte sich Shaheena für Gleichberechtigung in der vom Patriarchat geprägten pakistanischen Provinz Belutschistan ein.

Doch nun ist die Journalistin, die auch als Moderatorin, Herausgeberin und Künstlerin arbeitete, nicht mehr am Leben. Die grausame Tat ereignete sich laut Gulf News Asia bereits am 5. September in der Stadt Turbat nahe ihrer Wohnung.

Die Polizei sucht derzeit nach den Männern, die sich unmittelbar nach dem Mord vom Tatort entfernten.

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Auch nach ihrem Ehemann wird gefahndet. Er gilt seit der Tat als verschwunden, doch niemand weiß, ob er mit dem Mord an seiner Frau etwas zu tun hat. Beide hatten vor fünf Monaten geheiratet.

In den sozialen Netzwerken wird der Ehemann zunehmend verdächtigt. Sollte er hinter der Erschießung der jungen Frau stecken, würde es sich um einen sogenannten Ehrenmord handeln. Womöglich missbilligte er den Ruhm und das vielfältige Engagement seiner Frau.

"Ein neuer Tag, ein neuer brutaler Mord. Wir haben es satt, Hashtags zu verwenden. Es gibt keine Gerechtigkeit - es wird sie nie geben. Belutschistan ist für niemanden sicher und keinen kümmert es", kommentierte eine Twitter-Nutzerin. Ein anderer User teilte Bilder der jungen Journalistin, die sie bei der Ausrichtung einer Kunstgalerie und bei einem TV-Interview zeigen.

Bilder der mutigen Künstlerin und Journalistin auf Twitter

Shaheena Shaheen Baloch wurde mit drei Schusswunden ins Krankenhaus gebracht, wo sie kurz darauf verstarb. Jede Hilfe der Ärzte kam zu spät.

Sowohl der Regierungssprecher von Belutschistan, Liaquat Shahwani, als auch Finanzminister Mir Zahoor Ahmed Buledi verurteilten den brutalen Mord. Beide versprachen, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden.

Titelfoto: Twitter Screenshot @Alhaan_

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