Tödliche Attacke in Würzburg: Verdächtiger war schon 2015 im Visier der Polizei

Von Simona Block, Florian Gürtler

Dresden/Würzburg - Der Tatverdächtige im Fall des tödlichen Messerangriffs von Würzburg lebte von 2015 bis 2019 in Sachsen und geriet bereits damals ins Visier der Ermittlungsbehörden.

Die Bluttat am Freitag in der Innenstadt von Würzburg erschütterte ganz Deutschland. Viele Fragen sind noch ungeklärt.
Die Bluttat am Freitag in der Innenstadt von Würzburg erschütterte ganz Deutschland. Viele Fragen sind noch ungeklärt.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelte wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Sachsen am Montag sagte.

Es habe sich um eine körperliche Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft gehandelt.

Die Ermittlungen seien eingestellt worden, da die Betroffenen den Tathergang unterschiedlich dargestellt hätten.

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Der 24 Jahre alte Somalier hatte am Freitagnachmittag in der Würzburger Innenstadt drei Frauen getötet.

Zudem verletzte er laut Polizei mit einem Messer drei weitere Frauen, ein Mädchen und einen Jugendlichen lebensgefährlich sowie einen Mann und eine weitere Frau leicht.

Bluttat in Würzburg: Verdächtiger zückte schon im Januar ein Messer

Die Hintergründe sind unklar. Der Verdächtige ist in Untersuchungshaft – wegen dreifachen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung sowie vorsätzlicher Körperverletzung.

Auch in Würzburg wurde der 24-Jährige schon vor der Messerattacke am Freitag auffällig. Bei einem Streit im Januar drohte er bereits mit einem Küchenmesser, weshalb er vorübergehend in eine Psychiatrie eingewiesen wurde.

Es gibt Anzeichen dafür, dass die Attacke in Würzburg einen islamistischen Hintergrund haben könnte. Belegt ist dies jedoch nicht.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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