Toter gibt Polizei seit 1995 Rätsel auf: Jetzt bekamen die Beamten einen Anruf, der es in sich hatte

Decatur (Alabama) - Es war der 26. April 1995, als das junge Leben von Christopher Alvin Dailey (†26) ausgelöscht wurde.

Johnny Dwight Whited (53) auf einem aktuellen Mugshot der Polizei.
Johnny Dwight Whited (53) auf einem aktuellen Mugshot der Polizei.  © Facebook/Screenshot/@DecaturALPD

Der 26-Jährige wurde im US-Staat Alabama in der Stadt Decatur ermordet. Mit einer Schusswunde im Kopf wurde die Leiche des jungen Mannes damals gefunden.

Seitdem tappten die Beamten über 25 Jahre lang im Dunkeln. "Trotz der umfangreichen Ermittlungen wurde in dem Fall nie ein Verdächtiger ausgemacht", sagte die Polizei in einer Erklärung am Donnerstag. "In den folgenden Jahren wurde der Fall mehrmals auf Hinweise überprüft."

Doch die Polizei von Decatur kam nie wirklich weiter. Der Fall galt bereits seit Jahren als kalt, als sich am Mittwochabend völlig überraschend der mutmaßliche Mörder freiwillig bei den Ermittlern meldete, berichtet aktuell die New York Post.

"Ich möchte einen Mord gestehen, den ich vor Jahren begangen habe", soll Johnny Dwight Whited (53) gegenüber dem verblüfften Beamten Sean Mukaddam gesagt haben.

Anwalt des mutmaßlichen Mörders will sich noch nicht äußern

"Ich hatte noch nie eine Situation, in der ich einfach den Hörer abgenommen und einen solchen Anruf erhalten habe", sagte der Ermittler im Nachhinein.

Grund für die späte Reue des mutmaßlichen Täters: Der 53-Jährige ist sterbenskrank, wollte offenbar sein Gewissen erleichtern, bevor es zu spät ist.

Doch es gab zunächst Probleme: Whited hatte keine Ahnung mehr, wann er den Mord begangen hatte und wusste auch nicht den Namen seines Opfers.

Die Ermittler mussten sich anhand von Tabellen vorarbeiten, die bis in die 1980er Jahre zurückreichten, um herauszufinden, wer das Opfer von dem Todkranken gewesen sein konnte.

Schließlich fanden sie des Rätsels Lösung und fuhren mit Johnny Dwight Whited zum Tatort, wo er den Mord noch einmal nachspielte.

Gegenüber The New York Times wollte sich unterdessen der Anwalt des mutmaßlichen Mörders nicht äußern. Griff Belser teilte lediglich mit, dass er sich mit seinem Klienten treffen wolle, bevor er dessen Geständnis besprechen könne.

Whited sitzt nun in Untersuchungshaft. Ein Gerichtstermin steht noch aus.

Titelfoto: Facebook/Screenshot/@DecaturALPD

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