Dritte Hinrichtung auf Bundesebene innerhalb einer Woche in den USA

Washington (USA) - In den USA ist nach einer 17-jährigen Pause zum dritten Mal innerhalb einer Woche ein auf Bundesebene verurteilter Straftäter per Giftspritze hingerichtet worden. 

Eine Todeszelle in einem Gefängnis in den USA. (Archivbild)
Eine Todeszelle in einem Gefängnis in den USA. (Archivbild)  © dpa/EPA/Paul Buck

Dustin Honken (52) sei am Freitag um 16.36 Uhr (Ortszeit/22.36 Uhr MESZ) in einer Haftanstalt in Terre Haute im US-Bundesstaat Indiana für tot erklärt worden, teilte das Gefängnisamt des US-Justizministeriums mit. 

Honken war 2005 zum Tode verurteilt worden. Er hatte dem Gericht zufolge unter anderem fünf Menschen erschossen, darunter auch zwei Kinder.

Am Donnerstag war in der gleichen Haftanstalt bereits Wesley Purkey (68) hingerichtet worden. Er war Anfang 2004 wegen Entführung eines Kindes mit Todesfolge zum Tode verurteilt worden. Nach Überzeugung der Jury in einem Bundesgericht in Missouri hatte Purkey eine 16-Jährige vergewaltigt, ermordet und zerstückelt. 

Am Dienstag war in Indiana der verurteilte Mörder Daniel Lewis Lee (TAG4 berichtete) hingerichtet worden.

Fälle, in denen Straftäter von Bundesgerichten zum Tode verurteilt wurden, liegen in der Hand der US-Regierung. Während viele Bundesstaaten die Todesstrafe vollstrecken, hatte es auf Bundesebene seit 2003 keine Hinrichtung mehr gegeben. Die Todesstrafe wurde seither weiter verhängt, aber nicht vollstreckt.

Das Gefängnis in Terre Haute/Indiana. (Archivbild)
Das Gefängnis in Terre Haute/Indiana. (Archivbild)  © dpa/AP/Michael Conroy

US-Präsident Donald Trumps (74) Justizminister William Barr (70) drang zuletzt aber darauf, die Hinrichtungen wieder zu vollstrecken. Zuletzt hatte das Oberste Gericht den Weg für die Wiederaufnahme nach einem Streit um die Exekutionsmethode geebnet.

Titelfoto: dpa/EPA/Paul Buck

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