Zwei Männer wegen Mordes vor Gericht: Ein wichtiges Detail fehlt jedoch noch immer

Gießen - Fast fünf Jahre nach dem Verschwinden des 39-Jährigen Daniel Matysik aus Hanau stehen zwei Männer von diesem Mittwoch an (13 Uhr) vor dem Landgericht Gießen.

Von Daniel Matysiks Leiche fehlt trotz umfangreicher Polizeiermittlungen weiterhin jede Spur.
Von Daniel Matysiks Leiche fehlt trotz umfangreicher Polizeiermittlungen weiterhin jede Spur.  © Montage: 123RF/foottoo, Polizei Mittelhessen

Die Staatsanwaltschaft wirft den 40 und 44 Jahre alten Angeklagten vor, Matysik im November 2016 entführt, im hessischen Hungen (Kreis Gießen) mit einer Schusswaffe getötet und die Leiche fortgeschafft zu haben.

Bis heute ist diese trotz umfangreicher Ermittlungen, die bis nach Bayern an den Starnberger See führten, nicht gefunden worden. Die Ermittler gehen aber in dem Fall von Mord sowie erpresserischem Menschenraub mit Todesfolge aus.

Die Angeklagten sollen ihr Opfer entführt haben, um Lösegeld zu erpressen. Allerdings soll die Forderung nicht gestellt, beziehungsweise das Geld nicht gezahlt worden sein.

Die Ermittlungen in dem Fall hatten im vergangenen Mai eine Wendung genommen, als sich der 44-Jährige bei der Polizei gemeldet hatte. Er gab damals laut Staatsanwaltschaft an, dass der Vermisste von einem Bekannten - dem 40-Jährigen - getötet worden sei. Die folgenden Ermittlungen hätten dann einen dringenden Tatverdacht gegen diesen Mann ergeben.

Doch auch der Hinweisgeber geriet durch DNA-Untersuchungen, Zeugenbefragungen sowie Auswertungen diverser Datenträger ins Visier der Ermittler. Beide Männer sitzen bereits seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft.

Leiche von mutmaßlich Ermordetem weiter verschwunden: Ermittlungen führen bis nach Bayern

Nach Angaben eines Sprechers der Gießener Staatsanwaltschaft haben die Angeklagten "umfangreiche Angaben" gemacht - und sich dabei gegenseitig belastet. Ein Angeklagter ist demnach deutscher, der andere deutsch-türkischer Staatsangehöriger.

Im Prozess vor dem Gießener Landgericht sollen mehr als 70 Zeugen sowie sieben Sachverständige befragt werden. Bislang hat das Gericht Verhandlungstermine bis in den September hinein geplant.

Update, 21. April, 15.03 Uhr: Ein Angeklagter kündigt Aussage an

Vor dem Landgericht Gießen hat der Prozess gegen zwei Angeklagte begonnen, die vor fast fünf Jahren einen Mann entführt und getötet haben sollen.

Zu Beginn der Verhandlung am Mittwoch kündigte der 44 Jahre alte Angeklagte eine Aussage an. Der andere, ein 40-Jähriger, will "gegenwärtig keine Angaben machen", wie dessen Verteidiger erklärte.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern Mord sowie erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge vor. Sie sollen im November 2016 den 39-Jährigen entführt haben, um Lösegeld zu erpressen.

Titelfoto: Montage: 123RF/foottoo, Polizei Mittelhessen

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