Satte Haftstrafe für Häftling (20) nach Messer-Angriff auf Gefängniswärter

Mosbach - Das Landgericht Mosbach hat einen 20-jährigen Häftling wegen versuchten Mordes an einem Vollzugsbeamten zu elf Jahren Haft verurteilt.

Der damals 19-jährige Häftling hatte mit einem Buttermesser auf den Gefängniswärter eingestochen.
Der damals 19-jährige Häftling hatte mit einem Buttermesser auf den Gefängniswärter eingestochen.  © Oliver Berg/dpa

Die Große Jugendkammer ging damit am Donnerstag über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmaß von neun Jahren hinaus. Die Verteidigung hatte auf sechs Jahre Jugendstrafe plädiert. 

Der junge Mann äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Das Urteil des Gerichts im Neckar-Odenwald-Kreis ist noch nicht rechtskräftig.

Der Asylbewerber aus Afghanistan hatte vor einem Jahr aus heiterem Himmel einen Beamten im Gefängnis Adelsheim mit einem Messer angegriffen. 

Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass der wegen Körperletzung bereits verurteilte Mann die Tat aus Geltungssucht verübte. 

Damit habe der in der Gefängnishierarchie unten stehende Insasse vermutlich die Anerkennung seiner Mithäftlinge erwerben wollen. Es gab laut Anklage keine Vorgeschichte zu der Tat.

Bei der Ausgabe des Abendessens hatte der damals 19-Jährige Mitte Juni 2019 mit einem Buttermesser auf den damals 36-jährigen Beamten eingestochen. Das Opfer erlitt Stich- und Schnittverletzungen an Hals, Kopf und Rücken. Laut weiteren Angaben der Anklagebehörde hatte der Beschuldigte die Absicht, den Beamten zu töten. 

Der ist von dem Angriff gezeichnet: Bis heute ist er wegen der psychischen Folgen der Tat dienstunfähig.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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