Nach Mord an Ehemann: Hinterbliebenen-Rente für Täterin gerichtlich abgesegnet

Karlsruhe/Tegernsee - Obwohl sie wegen der Ermordung ihres Ehemannes im Gefängnis sitzt, darf eine Krankenschwester aus Tegernsee die zunächst eingezogene Hinterbliebenenrente nun doch behalten.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschied, dass die mit dem Ermordeten verheiratete Täterin die Hinterbliebenenrente behalten darf. (Symbolbild)
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschied, dass die mit dem Ermordeten verheiratete Täterin die Hinterbliebenenrente behalten darf. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Bei der Summe handele es sich nicht um einen durch den Mord erlangten Vermögenswert, urteilte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe laut Mitteilung vom Donnerstag.

Der Schuldspruch und das Strafmaß des Landgerichts München II vom Dezember 2020 seien jedoch frei von Rechtsfehlern.

Die heute 50-Jährige war zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil sie nach Ansicht des Gerichts ihren Ehemann mit Gift getötet und dessen Todesruhe gestört hatte.

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Die Kammer stellte auch die besondere Schwere der Schuld fest.

Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Titelfoto: 123RF/kzenon

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