Neuer Prozess gegen "Brummi-Andi": Gibt es heute ein Urteil?

Aachen – Im Prozess gegen einen Serienstraftäter vor dem Landgericht Aachen könnten am Dienstag (9.30 Uhr) Plädoyers gehalten und das Urteil gesprochen werden.

Der Serienstraftäter "Brummi-Andi" steht seit Juli 2020 erneut vor Gericht.
Der Serienstraftäter "Brummi-Andi" steht seit Juli 2020 erneut vor Gericht.  © Oliver Berg/dpa

Der unter dem Namen "Brummi-Andi" bekannt gewordene Mann war 2019 wegen 20 Straftaten zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. 

Nachdem der Bundesgerichtshof das Urteil im Revisionsverfahren teilweise aufgehoben hatte, verhandelt seit Mitte Juli eine andere Strafkammer neu über den Fall des 35-Jährigen. 

Nach Angaben des Gerichts wurde die Beweisaufnahme geschlossen, das Verfahren könnte bereits am Dienstag zu Ende gehen.

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Als Jugendlicher hatte der Angeklagte mit gestohlenen Lastwagen Spritztouren unternommen und dabei im Alter von 14 Jahren einen Polizisten getötet. Wegen dieser und weiterer Straftaten wurde er mehrfach verurteilt. 

Im Januar 2019 wurde er in Aachen unter anderem wegen versuchter schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung, Geldfälschung und vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt. 

Danach hatten die Bundesrichter bei einzelnen Taten die Urteilsgründe, bei einigen anderen das Strafmaß beanstandet.

Update, 13.46 Uhr: Geringere Strafe gefordert

 Im Revisionsprozess gegen den als "Brummi-Andi" bekannt gewordenen Serienstraftäter vor dem Landgericht Aachen hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag eine Verringerung der Strafe auf drei Jahre und neun Monate beantragt. 

Die Staatsanwältin ließ am Dienstag den Vorwurf der versuchten schweren Brandstiftung fallen und sprach nun von Sachbeschädigung. Der 35-Jährige solle auch wegen Bedrohung, Beleidigung und Fahrens ohne Führerschein verurteilt werden.

Die drei Verteidiger beantragten eine Reduzierung der Strafe beziehungsweise eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als drei Jahren. Anschließend begann der 35-Jährige, der am Vormittag mit einer dicken Mappe voller Papiere in den Gerichtssaal gekommen war, sein Schlusswort. Nach einer halben Stunde musste er es wegen einer vom Vorsitzenden Richter angeordneten Pause unterbrechen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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