Original oder Fälschung? Urteil im Streit um Uecker-Kunstwerk

Düsseldorf - Im Prozess um die Echtheit eines angeblichen Kunstwerks von Günther Uecker (90) wird das Landgericht Düsseldorf am heutigen Montag (8.45 Uhr) das Urteil verkünden. 

Das Landgericht Düsseldorf wird im Prozess um die Echtheit eines angeblichen Kunstwerks von Günther Uecker (90) am Montag das Urteil verkünden.
Das Landgericht Düsseldorf wird im Prozess um die Echtheit eines angeblichen Kunstwerks von Günther Uecker (90) am Montag das Urteil verkünden.  © Fabian Strauch/dpa

Die Käuferin des Bildes hatte den Kunsthändler verklagt, der ihr das "Sandbild 1986 auf Büttenpapier" verkauft hatte.

Die 56-Jährige hält das Werk inzwischen für eine Fälschung und fordert 7500 Euro Anzahlung zurück.

Der Kunsthändler dagegen beteuert, das Bild sei echt und weit mehr wert als die insgesamt vereinbarten 15.000 Euro.

Frauen rufen nach sexuellen Übergriffen die Polizei: Täter ist ein Minderjähriger!
Polizeimeldungen Frauen rufen nach sexuellen Übergriffen die Polizei: Täter ist ein Minderjähriger!

"Nagel-Künstler" Günther Uecker hatte das Bild allerdings als Fälschung eingestuft. 

"Das ist nicht von mir", hatte er als Zeuge ausgesagt, nachdem er das Bild mit einer kleinen Lupe inspiziert hatte.

"Das sehe ich zum ersten Mal. Auch die Signatur stammt nicht von mir."

Update, 11.33 Uhr: Urteil gefällt

m Streit um ein vermeintliches Bild von Zero-Künstler Günther Uecker hat ein Kunsthändler vor dem Düsseldorfer Landgericht eine Niederlage kassiert. Er muss der Käuferin des Bildes 7500 Euro Anzahlung erstatten. Das hat das Gericht am Montag verkündet (Az.: 3 O 19/19). Die Käuferin des Werkes "Sandbild 1986 auf Büttenpapier" hatte den Händler verklagt, weil sie das Werk inzwischen für eine Fälschung hält.

Das Gericht befand, der Kunsthändler hätte die Echtheit des Bildes vor dem Verkauf genau prüfen müssen. Weil er dies nicht getan habe, habe die Klägerin Anspruch auf Rückabwicklung. Nach eigenen Angaben hatte er den "Uecker" vom Sohn eines Kunst-Spediteurs für 6000 Euro gekauft und gehofft, es in seiner Galerie für bis zu 45.000 Euro verkaufen zu können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Uecker zählte mit Heinz Mack und Otto Piene zur berühmten Künstlergruppe Zero, die 1958 gegründet wurde. Die Künstler bemühten sich um einen Neuanfang, eine "Stunde Null" für die Nachkriegskunst.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

Mehr zum Thema Justiz: