1,5 Tonnen Tabak! Schmuggler an deutsch-polnischer Grenze auf frischer Tat erwischt

Krauschwitz - Das Hauptzollamt Dresden machte am gestrigen Mittwoch im Landkreis Görlitz einen großen Fang in Sachen Tabak-Schmuggel.

Vier Pakete lagen bereit zum Abtransport.
Vier Pakete lagen bereit zum Abtransport.  © Hauptzollamt Dresden

Schon am frühen Morgen sollen sich mehrere Ermittler von Bundespolizei und Zoll in Krauschwitz an der deutsch-polnischen Grenze auf die Lauer gelegt haben, wie das Hauptzollamt Dresden am heutigen Donnerstag mitteilte. 

In dem 3800-Seelen-Ort trennt nur die Neiße beide Länder. Dies macht es Schmugglern offenbar regelmäßig leicht, ihrer "Arbeit" nachzugehen.

Schon um 4.45 Uhr konnten die Grenzschützer auf polnischer Seite einen Mann sehen, der in einer Wathose durch den Fluss ging und den Wildabwehrzaun auf deutscher Seite öffnete.

Es soll nicht lange gedauert haben, bis ein weißer Transporter mit polnischer Zulassung und "hoher Geschwindigkeit direkt durch den geöffneten Zaun bis an das Neißeufer fuhr", wie die Beamten mitteilten.

Kurz danach griffen die Zöllner und Bundespolizisten ein.

52 Tabak-Pakete beschlagnahmt

Im Transporter lagen weitere Tabak-Pakete bereit.
Im Transporter lagen weitere Tabak-Pakete bereit.  © Hauptzollamt Dresden

Als die Ermittler auf das Gelände stürmten, war der Fahrer des Opel-Transporters verschwunden. Doch am polnischen Ufer konnten die Beamten fünf Männer erkennen, die mit einem Quad samt Anhänger ausgestattet waren.

Offenbar wollten sie damit durch den Fluss fahren und die Ladung des Transporters nach Polen schleppen.

Für den Abtransport lagen bereits vier Pakete am deutschen Neißeufer. 48 weitere befanden sich noch im Opel. Als die Beamten ein in Folie verpacktes Päckchen öffneten, erkannten sie darin Rohtabak.

"Aufgrund der Umstände und der Menge ist davon auszugehen, dass der Tabak nach Polen gebracht und dann zur illegalen Herstellung verbrauchsteuerpflichtiger Tabakwaren verwendet werden sollte", teilte das Hauptzollamt mit.

Die insgesamt 52 Pakete sollen insgesamt ein Gewicht von 1,5 Tonnen haben. Sie wurden komplett sichergestellt, ebenso das Fahrzeug.

Ob die fünf Männer verhaftet werden konnten, wurde nicht mitgeteilt. Eventuell flohen die Täter, als sie die Ermittler sahen.

Titelfoto: Hauptzollamt Dresden

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