In VW gepfercht: 13 Flüchtlinge in Fünfsitzer eingequetscht

Bautzen/Oberseifersdorf - Kaum ist der eine in Haft, wird der nächste erwischt: Erst am Wochenende nahm die Bundespolizei einen Türken (45) fest, der 19 Kurden in einen Kleinbus gequetscht hatte. Nun stellten die Ermittler einen Syrer (33). Auch dieser hatte wieder 13 Flüchtlinge in seinen VW Touran gepfercht.

Neben dem Fahrer saßen 13 weitere Personen im Auto.
Neben dem Fahrer saßen 13 weitere Personen im Auto.  © Bundespolizei

Es war wie ein Déjà-vu für die Beamten: Als sie den fünfsitzigen Volkswagen am Sonntag gegen ein Uhr auf dem Rastplatz Oberlausitz bei Bautzen kontrollierten, stiegen neben dem Fahrer noch 13 weitere Personen aus dem Fahrzeug.

Darunter eine siebenköpfige Familie aus dem Irak.

Ursprünglich sollen es 17 Migranten gewesen sein, die in der Türkei 42.000 Euro für die Fahrt nach Deutschland bezahlten. Vier hatten sich jedoch von Verwandten im Grenzgebiet abholen lassen, die anderen sollte der Syrer nach Frankfurt bringen.

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Pro Person sollte er dafür 200 Euro bekommen, dabei hat er noch nicht mal einen Führerschein.

Gegen ihn wird jetzt wegen Einschleusens von Ausländern unter lebensgefährdenden Umständen ermittelt.

Ursprünglich sollten eigentlich 17 Migranten mitgenommen werden.
Ursprünglich sollten eigentlich 17 Migranten mitgenommen werden.  © Bundespolizei

Im Gegensatz zu seinem türkischen Schleuserkollegen muss er jedoch nicht in U-Haft, da er einen festen Wohnsitz in Deutschland hat.

Titelfoto: Bildmontage: Bundespolizei (2)

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