A49-Gegnerin in Untersuchungshaft: Polizisten getreten und gebissen

Gießen/Stadtallendorf - Nach ihrer Festnahme bei einem Polizeieinsatz auf der gerodeten Trasse der Autobahn 49 ist eine Aktivistin in Untersuchungshaft genommen worden.

Die Polizei bei der Räumung des Waldes im hessischen Dannenrod am 27. November 2020.
Die Polizei bei der Räumung des Waldes im hessischen Dannenrod am 27. November 2020.  © Boris Roessler/dpa

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen sei Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen die Frau erlassen worden, teilte die Polizei mit.

Die Frau, deren Personalien bisher nicht feststünden, habe während der Festnahme nach einem Beamten getreten sowie einen Polizisten gebissen.

Hintergrund des Polizeieinsatzes war, dass Aktivisten in den vergangenen Tagen im südlichen Herrenwald bei Stadtallendorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf erneut Barrikaden errichtet und ein Seil quer über die Trasse gespannt sowie aufgestapelte Baumstämme besetzt hatten.

Das Seil und die Strukturen waren entfernt beziehungsweise abgebaut worden. Auf der gerodeten Trasse laufen noch forstwirtschaftliche Restarbeiten: Baumstämme werden gerückt, sortiert, entastet und gegebenenfalls noch einzelne stehen gebliebene Bäume gefällt.

Im Herrenwald, im nahe gelegenen Dannenröder Forst sowie im Maulbacher Wald waren Bäume für den Weiterbau der A49 gerodet worden.

Die Autobahn soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Gegen die Baumfällungen protestierten Umwelt- und Klimaschützer.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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