"Rollende Gefahr": Polizei zieht schrottreifes Laster-Gespann aus dem Verkehr

Pohlheim/Gießen - Auf der Autobahn 5 bei Pohlheim (Landkreis Gießen) hat die Polizei einen schrottreifen Laster mit Anhänger aus dem Verkehr gezogen. Das Gespann soll insgesamt 26 Mängel aufgewiesen haben.

Drei der Räder des Anhängers hatten keine Bremsbelege mehr; die Bremswirkung der anderen drei lag bei 20 Prozent. Außerdem war der geladene Laster so gut wie nicht gesichert.
Drei der Räder des Anhängers hatten keine Bremsbelege mehr; die Bremswirkung der anderen drei lag bei 20 Prozent. Außerdem war der geladene Laster so gut wie nicht gesichert.  © Polizeipräsidium Mittelhessen

Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Montag passierte das Ganze bereits am vergangenen Donnerstag gegen 12.30 Uhr.

Demnach sei einer Polizeistreife der Laster aufgefallen, der einen Anhänger zog, auf dem ein weiterer, offenbar gebrauchter Lastwagen geladen war.

Die Beamten hätten sich dann dazu entschlossen, den Transport zu kontrollieren und forderten den Fahrer auf, am Rastplatz Limes anzuhalten.

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Dort sei den Polizisten sofort der außerordentlich schlechte Zustand des kompletten Gespanns aufgefallen, woraufhin man einen KFZ-Sachverständigen hinzugezogen hätte. Der hätte dann das "erschreckende Ausmaß ans Tageslicht" befördert, wie es im Polizeibericht heißt.

Am Laster hätten die Bremsen fast nicht mehr funktioniert. Auch die Lenkung habe erhebliche Mängel und der Fahrzeugrahmen Risse aufgewiesen.

Noch schlimmer sei der Zustand des Anhängers gewesen. Bei drei der sechs Räder gab es keine Bremsbelege mehr; die Bremswirkung der übrigen Räder habe bei 20 Prozent gelegen.

Dazu sei die Ladung so gut wie nicht gesichert gewesen und der Transport mit 20,70 Metern viel zu lang. Eine Ausnahmeregelung für eine Länge von 20,25 Metern sei zwar vorhanden, aber abgelaufen gewesen.

Die Polizisten verboten der "rollenden Gefahr" - wie es im Polizeibericht heißt - das Weiterfahren und der Fahrer musste eine Sicherheitsleistung von 3500 Euro hinterlegen.

Titelfoto: Polizeipräsidium Mittelhessen

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