Als die Polizei dieses Gespann auf Rastplatz erblickt, schrillen die Alarmglocken

Friedrichsdorf - Nach dieser Verkehrskontrolle können die betroffenen Polizisten wohl einen Punkt mehr auf ihrer Liste der ungewöhnlichsten Fahrzeuggespanne - falls vorhanden - abhaken. Was den Beamten nämlich am Montagmorgen auf der Autobahn 5 nahe des mittelhessischen Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis unter die Augen kam, sieht man sicherlich nicht alle Tage.

Ein alles andere als verkehrssicheres Gespann: Der vom 30 Jahre alten Fahrer gelenkte Kleinlaster hatte einen weiteren Kleinlaster geladen und zog zudem ein Sportboot.
Ein alles andere als verkehrssicheres Gespann: Der vom 30 Jahre alten Fahrer gelenkte Kleinlaster hatte einen weiteren Kleinlaster geladen und zog zudem ein Sportboot.  © Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Wetterau

Wie ein Sprecher der Wetterauer Pressestelle des mittelhessischen Polizeipräsidiums erst am Donnerstagnachmittag berichtete, entdeckte die im Einsatz befindliche Streife der Autobahnpolizei am 15. Februar gegen 8.30 Uhr auf dem Rastplatz Schäferborn an der A5 einen Kleinlaster.

Daran ist an sich noch nichts verwerflich, doch ein genauerer Blick auf den "Anhang" des Dreieinhalbtonners ließ umgehend die Alarmglocken der Einsatzkräfte schrillen. Denn auf dem Lkw mit polnischen Kennzeichen war ein ebenso schwerer Kleinlaster aufgeladen.

Damit war es aber noch immer nicht genug. Denn als "besonderes" - aber auch mindestens ebenso verkehrsgefährdendes - Sahnehäubchen wurde das Gespann von einem ebenfalls auf einem zusätzlichen Anhänger platzierten Sportboot komplettiert.

Grund genug für die Ermittler, umgehend einzugreifen. Und schon beim Überprüfen der Papiere des 30-jährigen Fahrers kam es zur nächsten Ungereimtheit. Denn der hatte lediglich einen Führerschein der Klasse B im Portemonnaie. Somit war er überhaupt nicht dazu befugt, ein Gespann samt Anhänger zu führen.

Zu allem Überfluss wies der Anhänger erhebliche Mängel auf und war nicht zugelassen. Die Konsequenz seitens der Polizisten: Der Anhänger bekam eine Parkkralle verpasst, die Weiterfahrt wurde dem 30-Jährigen untersagt.

Polizei kontrolliert tollkühnes Fahrzeuggespann: Fahrer verfügt nicht über notwendige Fahrerlaubnis

Zudem setzte es ein Bußgeld in Höhe von mehreren Hundert Euro. Letztlich kommen in den nächsten Tagen noch Anzeigen wegen des Fahrens ohne erforderliche Fahrerlaubnis, wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie aufgrund gleich mehrerer Verstöße gegen die Ladungssicherung auf ihn zu.

An seinem eigenen Angaben zufolge erst kürzlich in Frankreich erworbenen Sportboot wird der tollkühne Hänger-Fahrer also wohl erstmal keinen großen Spaß haben.

Titelfoto: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle Wetterau

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