Angeblich Mädchen (4) entführt: Polizei warnt vor privaten Suchen

Duisburg - Die Polizei warnt vor der Verbreitung privater Fahndungsaufrufe - insbesondere in sozialen Netzwerken. Anlass dafür ist ein Beitrag auf Facebook.

Die Polizei Duisburg warnt derzeit vor der Verbreitung privater Suchen. (Symbolbild)
Die Polizei Duisburg warnt derzeit vor der Verbreitung privater Suchen. (Symbolbild)  © Roland Weihrauch/dpa

Seit Mittwochnachmittag kursiert auf Facebook und anderen Plattformen ein Beitrag, in dem es heißt, dass eine Vierjährige aus Duisburg mutmaßlich entführt wurde.

Laut der Polizei war das Kind am selben Tag aus einer Kita kurzzeitig verschwunden. Später sei das Mädchen aber wohlbehalten wieder aufgetaucht. Eine Entführung, wie in dem Post beschrieben wurde, hat es aber nie gegeben.

Deshalb warnt die Polizei Duisburg vor dem Verbreiten und Teilen solcher privater Aufrufe. Im Fall eines Vermissten sei es natürlich wichtig, möglichst viele Menschen zu erreichen. "Oft stellt sich ein Fall bei näherem Hinsehen aber ganz anders dar", weiß die Polizei.

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Viele private Suchen suchen würden sich so rasant im Internet verbreiten, sodass die veröffentlichten Bilder und Infos nicht mehr gestoppt werden könnten.

Schwierig zu unterbinden sind außerdem die Hass- und Hetzkommentare, die sich teils gegen Unbeteiligte richten.

Polizei Duisburg warnt auf Facebook vor privaten Fahndungsaufrufen

Da es einen gesetzlich geregelten Rahmen für die Publikation solcher Fahndungsaufrufe gibt, prüft die Polizei in jedem Fall die Erfüllung der Voraussetzungen.

Titelfoto: Bildmontage: Roland Weihrauch/dpa/Screenshot/Facebook/Polizei NRW Duisburg

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