Angebliche Kammerjäger wollen junge Frau abziehen, doch die wehrt sich clever

Mönchengladbach - Ungeziefer in der eigenen Wohnung - das ist wohl der Albtraum eines jeden Mieters! Ganz genauso ging es Sonntagnacht einer jungen Frau in Mönchengladbach, als sie Ratten in ihren eigenen vier Wänden entdeckte. Als sie daraufhin die Kammerjäger rief, erlebte sie allerdings eine böse Überraschung.

Nachdem sie Ratten in ihrer Wohnung entdeckte, ist eine junge Frau aus Mönchengladbach beinahe von zwei Kammerjägern über den Tisch gezogen worden. (Symbolbild)
Nachdem sie Ratten in ihrer Wohnung entdeckte, ist eine junge Frau aus Mönchengladbach beinahe von zwei Kammerjägern über den Tisch gezogen worden. (Symbolbild)  © 123rf/tenra

Wie ein Sprecher der Polizei angab, hatte die junge Frau nach der Entdeckung der ungebeten Hausgäste gegen Mitternacht einen Kammerjäger-Notdienst verständigt, dessen Nummer sie auf einer Internetseite fand.

Als das Duo kurz darauf an der Adresse eintraf, inspizierte es die Räumlichkeiten und stellte zwei Tierfallen auf. So weit, so gut. Inklusive "Feiertagszuschlag" verlangten die Kammerjäger für diesen Dienst allerdings einen vierstelligen Betrag!

"Nach Angaben der Frau wurden die zwei Männer 'immer aufdringlicher', sodass sie sich gezwungen sah, die Hälfte des Betrages per EC-Karte noch vor Ort zu zahlen", so der Sprecher.

Die junge Frau vereinbarte mit den Dienstleistern, dass sie das restliche Geld am nächsten Tag in bar übergeben würde, woraufhin die Männer ihrer Wege gingen.

Als einer der Kammerjäger am nächsten Tag erneut an der Wohnung auftauchte, um den restlichen Betrag einzukassieren, staunte er allerdings nicht schlecht.

Die Dame hatte nämlich noch am Morgen die Polizei verständigt und den Vorfall der vergangenen Nacht geschildert. So wurde der Kammerjäger nicht nur von seiner Klientin, sondern zusätzlich von zwei Polizisten empfangen.

Der Mann gab gegenüber den Beamten zu, in der Nacht dabei gewesen zu sein und nun das Geld einsacken zu wollen. Anstelle des Geldes kassierte er letzten Endes allerdings eine Anzeige.

"Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der angebliche Kammerjäger wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an", hieß es abschließend.

Titelfoto: 123rf/tenra

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