Angeschossene Mutter identifiziert Verdächtigen (†55) und bestätigt grausamen Verdacht

Dormagen/Breitscheid – Der Verdacht erhärtet sich weiter: Zwischen der Erschießung eines Mannes (†36) in Dormagen (NRW) und einer Schussabgabe auf eine Mutter (74) und ihre Tochter (35) in Rheinland-Pfalz besteht offenbar ein Zusammenhang.

Tödliche Schüsse auf einen 36-Jährigen hatten in Dormagen für einen großen Polizeieinsatz gesorgt.
Tödliche Schüsse auf einen 36-Jährigen hatten in Dormagen für einen großen Polizeieinsatz gesorgt.  © Christoph Reichwein/dpa

Die 74-Jährige habe inzwischen als mutmaßlichen Täter einen Mann identifiziert, der verdächtigt werde, am vergangenen Freitag (30. September) im Dormagener Stadtteil Hackenbroich einen 36-Jährigen erschossen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am heutigen Dienstag mit.

Der 55-jährige Kosovare hatte nach früheren Angaben nordrhein-westfälischer Behörden kurz darauf in der Nähe offenbar mit einer Schusswaffe Suizid begangen.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat nach früherer Aussage Anhaltspunkte dafür, dass der 55-Jährige zuvor rund 90 Kilometer entfernt im rheinland-pfälzischen Breitscheid im Westerwald die Mutter und ihre 34-jährige Tochter angeschossen hatte.

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"Beide erlitten mehrere Schussverletzungen und befinden sich weiterhin in stationärer Behandlung. Ihr Zustand ist momentan stabil", erklärte die Staatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag.

Der mutmaßliche Täter soll sich nach der Erschießung des 36-Jährigen selber das Leben genommen haben.
Der mutmaßliche Täter soll sich nach der Erschießung des 36-Jährigen selber das Leben genommen haben.  © Christoph Reichwein/dpa

Polizei ermittelt wegen möglicher Mittäter

Die beiden Frauen und der polizeibekannte mutmaßliche Täter hätten sich gekannt. Der Mann soll in Dormagen gelebt und sich zeitweilig in Breitscheid im Kreis Neuwied aufgehalten haben.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz erklärte, mit den laufenden Ermittlungen sollten Mittäter ausgeschlossen werden. Falls sich herausstelle, dass es alleine den 55-jährigen mutmaßlichen Täter gegeben habe, würden die Ermittlungen wegen seines Todes eingestellt.

Hast Du suizidale Gedanken oder hast Du diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: Anonyme Beratung erhält man rund um die Uhr unter den kostenlosen Nummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter www.telefonseelsorge.de.

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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