Frau geht im Streit mit Messer auf Ehemann los: Daraufhin erwürgt er sie

Aschaffenburg - Weil er seine Ehefrau im Streit erwürgt hat, ist ein 56-Jähriger wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. 

Die Tat ereignete sich knapp zwei Wochen vor Weihnachten 2019 (Symbolfoto).
Die Tat ereignete sich knapp zwei Wochen vor Weihnachten 2019 (Symbolfoto).  © picture alliance / David Ebener/dpa

Der Angeklagte habe diejenige getötet, die er am meisten liebte, sagte die Staatsanwältin am Dienstag vor dem Landgericht Aschaffenburg. 

Der Mann hatte seine 37 Jahre alte Frau während eines Streits solange gewürgt, bis sie leblos am Boden lag. Die Tat ereignete sich in einem Wohnhaus in Aschaffenburg, knapp zwei Wochen vor Weihnachten 2019. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Laut Anklage soll zunächst die Frau mit einem Küchenmesser auf den Mann losgegangen sein. Der 56-Jährige Albaner konnte ihr das Messer abnehmen. 

Anschließend habe er seine Frau mit dem Gesicht nach unten auf den Boden gepresst und erwürgt.

Wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Totschlags forderte die Staatsanwaltschaft 9 Jahre und 4 Monate Haft. Der Verteidiger sprach von einem "minder schweren Fall" und einer "Tragödie". Er plädierte für eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten.

Der Angeklagte gab an, die Tat ungeschehen machen zu wollen. Bereits zum Prozessauftakt hatte er die Vorwürfe in einer schriftlichen Stellungnahme weitgehend bestätigt. 

Umgehend nach der Tat versuchte der damals 55-Jährige sich das Leben zu nehmen. Apathisch und nicht mehr ansprechbar wurde er von Einsatzkräften aufgefunden.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über mögliche Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber im Zusammenhang mit einer Straftat abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym.

Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: picture alliance / David Ebener/dpa

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