Brand in Flüchtlingsheim: Tatverdächtiger muss in Psychiatrie

Attendorn/Olpe/NRW – Nach einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Attendorn bei Olpe ist ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen worden. 

Bei dem Feuer in einem Flüchtlingsheim in Attendorn wurde ein Mensch verletzt.
Bei dem Feuer in einem Flüchtlingsheim in Attendorn wurde ein Mensch verletzt.  © Feuerwehr Attendorn

Der Mann wohne selbst in der Unterkunft, wie die Polizei am frühen Montagmorgen mitteilte. Eine fremdenfeindliche Tat könne zurzeit ausgeschlossen werden.

Bei dem Brand am Sonntagabend war ein Mensch verletzt worden. Ein Bewohner hatte das Feuer der Polizei zufolge gegen 22 Uhr gemeldet. 

Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe ein Teil der Unterkunft voll in Flammen gestanden. Zu diesem Zeitpunkt hatten die 14 Bewohner das Gebäude, das in Containerbauweise errichtet ist, bereits verlassen. Sie wurden auf andere Unterkünfte verteilt. 

Der Gebäudekomplex sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewohnbar.

Nach Angaben der Feuerwehr waren etwa 80 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand zu löschen.

Der Sachschaden geht nach Schätzungen der Polizei in die Hunderttausende.

Update, 14. Juli, 11.55 Uhr: Tatverdächtiger in Psychiatrie, hoher Sachschaden

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, entstand bei dem Brand ein Schaden in Höhe von etwa 500.000 Euro. Das Feuer war absichtlich gelegt worden.

Unweit des Tatorts war ein Tatverdächtiger (24) festgenommen worden. Dieser war zunächst mit einer Schere in der Hand geflüchtet. Bei seiner Festnahme wurden zwei Beamte leicht verletzt.

Der 24-Jährige gab die Tat zu. Es bestehen jedoch Zweifel an seiner Schuldfähigkeit. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht.

Titelfoto: Feuerwehr Attendorn

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