Auf russischen Servern: Hat ein Mann 1800 Bilder von Mädchen und Frauen ins Netz gestellt?

Böblingen - Weil Hunderte Fotos von Mädchen und Frauen ins Netz gestellt haben soll, laufen derzeit Ermittlungen gegen einen 50-Jährigen aus Sindelfingen (Kreis Böblingen).

Die Polizei wird nun brauchen, um die Datenträger auszuwerten. (Symbolbild)
Die Polizei wird nun brauchen, um die Datenträger auszuwerten. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mitteilen, geht es um insgesamt rund 1800 Bilder, die der Mann auf russischen Servern hochgeladen haben soll. Die Uploads geschahen demnach während etwa 150 Internet-Sessions im Zeitraum von September bis Dezember letzten Jahres.

"Die bisher bekannten Geschädigten stammen alle aus dem Landkreis Böblingen und die Bilder reichen teilweise bis 2014 zurück", heißt es seitens der Ermittler.

Auf der betreffenden russischen Website werden Bildarchive mit mehreren Tausend Bildern zumeist junger Mädchen in alltäglichen Situationen zur Verfügung gestellt, ist weiter zu lesen. "Aufgrund der Art und Weise der Bilder haben die Opfer selbst das Fotografieren wohl nicht bemerkt."

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Den entscheidenden Hinweis erhielten Polizeibeamte durch mehrere der betroffenen Frauen und junge Mädchen.

Am vergangenen Mittwoch durchsuchten die Ermittler die vier Wände des des 50-Jährigen und stellten umfangreiche Beweismittel sicher - in Form von unterschiedlichen Datenträgern.

"Die Auswertung der Datenmenge wird vermutlich mehrere Monate in Anspruch nehmen", heißt es abschließend.

Titelfoto: Silas Stein/dpa

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