Junge (15) bei blutigem Familienstreit getötet: Polizei gibt neue Details bekannt

Augsburg - Bei einem Familienstreit in einer Flüchtlingsunterkunft in Augsburg ist ein Jugendlicher getötet worden (TAG24 berichtete).

Die Polizei konnte den Tatverdächtigen in Augsburg festnehmen. (Symbolbild)
Die Polizei konnte den Tatverdächtigen in Augsburg festnehmen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war am Samstag ein 29 Jahre alter afghanischer Staatsangehöriger mit einem Messer auf einen 15-Jährigen losgegangen und verletzte ihn tödlich. Die Polizei nahm den ebenfalls verletzten Tatverdächtigen noch vor Ort fest.

Ein Ermittlungsrichter erließ am Sonntag Haftbefehl wegen Mordes und vierfachen versuchten Mordes gegen den Mann. 

Er kam in Untersuchungshaft. Nach seiner Festnahme war er zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden.

Bei der gewalttätigen Auseinandersetzung wurden außer dem mutmaßlichen Täter den Ermittlern zufolge vier weitere Menschen verletzt: die Eltern sowie die beiden Schwestern des 15-Jährigen. 

Zunächst hatte es am Samstag geheißen, bei dem 29-Jährigen handele es sich auch um ein Familienmitglied. 

Am Sonntag sagte ein Polizeisprecher, der 29-Jährige sei der Ex-Freund einer 24-jährigen Tochter der Familie, die während der Tat aber nicht anwesend war. Die Trennung könnte der Grund für den Streit gewesen sein.

Die 37-jährige Mutter und eine 20-jährige Tochter hätten schwere Stichverletzungen in den Rücken erlitten. Die Mutter habe notoperiert werden müssen. Der 41 Jahre alte Vater und eine 16-jährige Schwester seien leicht verletzt worden.

Augsburgs Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Andreas Magg, der kurz zuvor die Heilige Messe zum Palmsonntag in der Haus-Kapelle der Unterkunft gefeiert hatte, reagierte erschüttert auf die Nachricht. 

"Diese Gewalttat zeigt einmal mehr, dass wir nie davon ablassen sollen, uns für das Gute im Zusammenleben einzusetzen. Ich werde die Familie, die ihren Sohn und Bruder verloren hat, in mein Gebet mit einschließen", hieß es in einer Mitteilung vom Samstagabend.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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