Kein Lappen, Drogen und falsche Kennzeichen: Wilde Verfolgungsjagd endete mit Unfall

Hürth/Wesseling - In der Nacht zu Mittwoch hat ein 23-jähriger Autofahrer einen Unfall gebaut, nachdem er versucht hatte, vor einer Verkehrskontrolle zu flüchten. Als die Beamten den jungen Mann durchsuchten, fanden sie ein halbes Kilo Drogen.

Ein 23-Jähriger hat Mittwochnacht in Wesseling einen Unfall gebaut, nachdem er versucht hatte, vor einer Polizeikontrolle zu fliehen. Er hatte ein halbes Kilo Drogen dabei (Symbolbild).
Ein 23-Jähriger hat Mittwochnacht in Wesseling einen Unfall gebaut, nachdem er versucht hatte, vor einer Polizeikontrolle zu fliehen. Er hatte ein halbes Kilo Drogen dabei (Symbolbild).  © 123RF/ambrozinio

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, wurden die Beamten Mittwochnacht gegen 1 Uhr auf den Opel Astra des 23-Jährigen aufmerksam.

Auf der Luxemburger Straße in Hürth wollten sie ihn zu einer Verkehrskontrolle anhalten, der junge Mann ignorierte allerdings jegliches Signal der Polizisten!

Er raste auf die A4, um dann gleich wieder auf die A555 in Richtung Bonn zu hetzen. Während die Beamten die Verfolgung aufnahmen, stellten sie fest, dass die Kennzeichen des flüchtigen Wagens nicht zu dem Auto passten.

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Von der A 555 jagte der Wagen auf die Kerkrader Straße in Richtung Brühl, während die Beamten mit Blaulicht an ihm dranblieben.

Doch noch immer dachte der 23-Jährige nicht daran, anzuhalten.

"An der Auffahrt Brühl-Nord fuhr der 23-Jährige auf die A553 in Richtung Euskirchen, verließ die Autobahn aber direkt wieder an der Anschlussstelle Brühl-Ost in Richtung Wesseling", hieß es in der schriftlichen Mitteilung der Polizei.

Schließlich fand die Verfolgungsjagd ein Ende, als der Flüchtige in einem Industriegebiet in Wesseling die Kontrolle über sein Auto verlor und gegen das Metalltor eine Kläranlage donnerte.

Flüchtiger Autofahrer war nicht alleine unterwegs

Der 23-Jährige hatte für seine Flucht gute Gründe - etwa ein halbes Kilo Amphetamine hatte er in seinem Opel Astra dabei.
Der 23-Jährige hatte für seine Flucht gute Gründe - etwa ein halbes Kilo Amphetamine hatte er in seinem Opel Astra dabei.  © Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis

Freiwillig verließ der Chaos-Fahrer seinen Astra jedoch nicht - laut Polizei stieg er erst nach "Androhung des Diensthundes" aus dem Wagen und wurde vorläufig festgenommen, da er keinen festen Wohnsitz aufweisen konnte.

Wie die Beamten feststellten, war der junge Mann nicht alleine unterwegs gewesen: Im Auto befand sich auch eine 18-Jährige, die zunächst nicht ansprechbar war und in die Uniklinik gebracht werden musste. Sie konnte das Krankenhaus kurze Zeit später aber wieder verlassen.

Auch der 23-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Da er während der Fahrt unter Drogen gestanden hatte, entnahm ihm eine Ärztin dort eine Blutprobe. Wegen seiner Verletzungen wurde er stationär aufgenommen.

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Im Kofferraum des Wagens fanden die Beamten etwa ein halbes Kilo Amphetamin und ein weiteres gestohlenes Kennzeichenpaar. Wie sich herausstellte, war der junge Mann zudem nicht im Besitz eines Führerscheins. Sowohl die Kennzeichen, als auch der Astra und die Drogen wurden von den Beamten sichergestellt.

Der 23-Jährige muss sich laut Polizei nun in diversen Strafverfahren verantworten.

Titelfoto: 123RF/ambrozinio

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